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Die Harten für den Garten

Dort wo Rasen schlecht wächst, können Rasenalternativen wie ein begehbarer Duftteppich seine Stärken ausspielen.

Die schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Kein Rasenersatz der Welt ist dauerhaft so belastbar wie Naturrasen. Wer seinen Garten als Spielwiese nutzt oder regelmäßig die Sonnenliege aufstellt, kommt an der Tüte mit Grassamen nicht vorbei. Zum Zierrasen als optische Augenweide gibt es hingegen eine ganze Reihe an Alternativen: pflegeleicht, von immergrün bis farbenfroh und nicht selten mit eigener Duftnote.

Moose, Zwerggehölze oder Staudenpflanze - als Rasenersatz eignen sich sogenannte Bodendecker. Diese wachsen allesamt mehr breit als hoch und außerdem flächendeckend. Im besten Fall bilden sie rasch ein engmaschiges Teppichpolster aus. Doch unkontrollierter Wachstumsdrang kann schnell zum Verhängnis werden. Ein Spezialist wie Efeu, der auch vor Hauswänden nicht haltmacht und sich auch grundstücksübergreifend seinen Weg bahnt, ist daher als Bodendecker ungeeignet. Anderen Vertretern fehlt schlicht die Robustheit, sodass der erste sanfte Fußkontakt eine Spur der Verwüstung auf der Grünfläche nach sich zieht. Schattengewächse wie die Haselwurz sind zwar begehbar und gefallen mit glänzendem Blätterwerk. Zu ihren Gefilden zählen allerdings ausschließlich kalkhaltige Böden und warme Flecken, bei hartnäckigem Frost droht die Haselwurz einzugehen. Gar nicht so einfach also, in der Pflanzenwelt einen würdigen Rasenvertreter zu finden.


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