Hanna Spanhel

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Coronavirus und Psyche: Wie lassen sich Angst und Ungewissheit ertragen?

Viele Menschen sind wegen des Coronavirus in heimischer Isolation oder arbeiten im Home Office. Wie lässt sich das psychisch aushalten? Foto: Adobe Stock/Photographee.eu

Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, bleiben immer mehr Menschen zuhause. Doch wie hält man diese isolierte Zeit psychisch durch? Was hilft, wenn einen die Sorgen überkommen? Zwei Psychologen geben Tipps. Von Hanna Spanhel


Stuttgart/Freiburg - Der Feind dieser Tage ist kein sichtbarer. Er lässt sich weder greifen noch beobachten. Doch die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland lässt die Ungewissheit wachsen. „Die vielen Berichte, die Neuheit und Dramatik der Situation nähren bei vielen Menschen die Angst", sagt Christoph Breuninger, Psychologe an der Universität Freiburg. Keine Angst, die einen konkreten Gegenstand hat, sondern eher eine diffuse Anspannung, ein andauernder Gefühlszustand. Denn kaum jemand kann momentan absehen, was der Stillstand des öffentlichen Lebens für die Wirtschaft, das Gesundheit ssystem, aber auch für den Alltag bedeutet. Wann können die Großeltern wieder besucht werden? Was ist mit der geplanten Feier im Sommer? Und wie lange lässt es sich auf engem Raum zu Hause aushalten?
Die Angst äußert sich mal in Stressgefühlen, mal in Muskelverspannungen oder schnelleren Herzschlägen. Und nicht immer muss das negativ sein, sagt Breuninger: „Die Anspannung kann uns dabei helfen, die nö­tigen Verhaltensänderungen umzusetzen.“ Wirklich Abstand zu halten zum Beispiel oder aufs Händeschütteln zu verzichten. „Sie kann aber eben auch leicht übermäßig werden.“ Dann etwa, wenn Panik aufkommt, weil man sich doch einmal ins Gesicht gefasst hat. Oder wenn die Angst einen zu Hamsterkäufen treibt und damit der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet wird. „Schädlich für den Körper ist eine Stressreaktion grundsätzlich nicht, sie ist ein normaler Teil unserer biologischen Ausstattung. Trotzdem ist es natürlich wichtig, sich auch immer wieder zu entspannen, damit der Stress nicht chronisch wird.“

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