Gerd Blank

Journalist, Autor, Redakteur, Hamburg

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Der IoT-Stack für vernetzte Züge

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Alles ist vernetzt: Geräte und Maschinen kommunizieren miteinander, tauschen Informationen und Daten aus. Sei es im Privathaushalt, wenn das Smartphone die Hausbeleuchtung bedient, oder in der Industrie, wenn Abläufe automatisiert werden. Das Internet der Dinge, oder kurz IoT („Internet of Things"), ist also viel mehr als nur ein modisches Schlagwort: Es ist ein Teil unseres Alltags geworden.

Bei der Deutschen Bahn ist IoT eine der treibenden Kräfte bei der Digitalisierung und erleichtert die Mobilität von Kunden, macht Assets intelligenter, Prozesse produktiver und ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Kein Wunder, schließlich sind die Möglichkeiten für den Einsatz schier unbegrenzt. Sensoren, die per Internet Daten austauschen, werden bereits für die Überwachung von Aufzügen eingesetzt. Doch das ist nur der Anfang.

Jörn Petereit leitet die eigens gegründete IoT-Organisationseinheit im Rahmen eines internen Start-ups bei der DB Systel. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er IoT-Lösungen für den Konzern. Nach ersten Erfolgen steht nun eines der größten bisherigen Projekte an: Gemeinsam mit DB Cargo wird daran gearbeitet, den Güterverkehr fit für die Zukunft zu machen. Und das aus gutem Grund. Es ist nicht nur politisch gewollt, den Güterverkehr immer weiter von der Straße auf die Schiene zu verlagern - es ist auch ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Als größte Güterbahn Europas treibt DB Cargo diese Entwicklung maßgeblich voran und setzt dafür im Management von Fahrzeugflotten und in der Instandhaltung auf das Internet der Dinge. Bei DB Cargo wird IoT für intelligente Lokomotiven und Güterwagen, für die zentrale Datenerhebung und -analyse sowie zur Automatisierung von Prozessen eingesetzt.

Beste Voraussetzungen

Als verbindendes Element gilt dabei die geschäftsfeldübergreifende DB IoT Cloud, die interne und externe IoT-Technologien über die gesamte Digitalisierungskette (von einzelnen Sensoren oder Geräten bis in die Applikations- und Prozesswelt) für den Konzern zur Verfügung stellt. Immer mit dem Ziel, IoT Use-Cases in den Geschäftsfeldern zu befähigen, Skaleneffekte im Konzern zu nutzen und Wettbewerbsvorteile, insbesondere im Kerngeschäft, zu erreichen.

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