Gerd Blank

Journalist, Autor, Redakteur, Hamburg

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Eine Steilvorlage für Zukunftsentscheidungen

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Es lässt sich nicht wirklich seriös voraussagen, wie die digitale Zukunft aussehen wird. Allerdings gibt es technologische Trends, die den Weg dorthin aufzeigen. Sie beschreiben Entwicklungen und deren Einfluss auf die Art, wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden. Digitalisierung ist nicht nur ein Schlagwort, sie hat Einfluss auf den gesamten DB-Konzern und alle seine Bereiche: Züge, Strecken, Bahnhöfe und Werke sowie jeder einzelne Mitarbeiter. Für eine zukunftsweisende Entwicklung des Konzerns ist es daher wichtig, diese digitalen Trends schon frühzeitig zu erkennen und zu bewerten.

DB Systel treibt innerhalb des Konzerns die Digitalisierung voran und hat in dieser Rolle den Trendradar entwickelt, eine Art Blitzlicht der technologischen Entwicklung. Mit dem Trendradar werden Auswirkungen und zeitliche Einordnung von Digitalisierungstrends bewertet und als Service im gesamten Konzern verfügbar gemacht. Das Ergebnis geht dabei deutlich über Standardanalysen wie die von Gartner oder Forrester hinaus, da technologische Entwicklungen spezifisch in die Anwendungsfelder der DB Systel und des DB-Konzerns eingeordnet werden. „Wir arbeiten dafür mit den Zukunftsforschern, Strategen und den technischen Bereichen des Konzerns zusammen", erklärt Dr. Jörg Blechschmidt, Trendexperte von DB Systel. „Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zum Strategieprozess des Konzerns."

Fokus auf relevante Themen

Ob künstliche Intelligenz, Robotik oder Quanten-Computing: Der Trendradar greift relevante Themen auf, interpretiert sie im Hinblick auf die spezifischen Bedürfnisse der Deutschen Bahn und zeigt frühzeitig Chancen und Risiken auf, die sich aus neuen Technologien ergeben. Nicht nur der aktuelle Nutzen von Trends wird untersucht, auch das Bedrohungspotenzial eines Trends wird umfangreich analysiert. Hier steht die Frage im Vordergrund, ob durch Disruptionen signifikante Umsätze oder ein ganzer Markt wegbrechen könnten.

Für die leicht verständliche Einordnung werden die analysierten Trends in einer Matrix dargestellt: Je höher ein Trend verortet ist, desto mehr Auswirkungen hat er auf den wirtschaftlichen Erfolg. Je weiter der Trend rechts steht, desto höher ist der Reifegrad verfügbarer Technologien und Produkte. Beispielsweise steht Big Data Analytics rechts oben: In nahezu allen Geschäftsfeldern kann Big Data heute schon zum Sammeln, Verknüpfen und Auswerten von großen Datenmengen eingesetzt werden, und mit Zero.One.Data wurde sogar ein eigenes internes Start-up gegründet. Durch datengetriebene Unternehmen wie Google oder Uber verfügt die Technologie zudem über großes Disruptionspotenzial.

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