Gerd Blank

Autor, Podcaster, Moderator, Campingpapst, Hamburg

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Diese Schachtel bringt Ideen voran

Manchmal fangen große Projekte mit einer ganz kleinen Idee an. Doch wie erkennt man, ob aus einem Gedanken etwas Großes werden kann? Und mit welchen Methoden lässt sich eine Idee daraufhin abklopfen, ob daraus ein Geschäftsmodell entstehen kann? Mit dem Hackathon und Kreativworkshops wie „ Design Thinking " gibt es schon entsprechende Programme. Mit der Intrapreneur Starter Box verfolgen DB Systel und DB Training einen anderen Ansatz: Gemeinsam haben sie damit den Werkzeugkasten für Ideen entwickelt.

Es geht nicht darum, dass sich Mitarbeiter mit ihren eigenen Projekten selbstständig machen sollen. Ihnen soll mit der Starter Box vielmehr ermöglicht werden, so zu denken, als würden sie ein eigenes Unternehmen gründen - daher auch die Bezeichnung Intrapreneur. Der Begriff setzt sich aus den beiden englischen Wörtern „Intracorporate" und „Entrepreneurship" zusammen und meint das unternehmerische Verhalten von Mitarbeitern in Firmen. Sie sollen so agieren, als wären sie selbst Unternehmer (Entrepreneur). Und das aus gutem Grund: Durch mehr Verantwortungsbewusstsein und eigenverantwortliches Handeln, Mitdenken und die aktive Gestaltung jedes Einzelnen wird gleichzeitig die Flexibilität des ganzen Unternehmens erhöht.

Flexibilität in Zeiten der Digitalisierung

Das ist vor allem in Zeiten der Digitalisierung wichtig. Diese bringt große Herausforderungen für Unternehmen und Mitarbeiter mit sich. Es werden immer schneller Ideen und Geschäftsmodelle benötigt, um Kunden und Stakeholder davon zu überzeugen, dass die Firma diesen Weg mitgehen kann. Abläufe innerhalb des Unternehmens müssen den neuen Anforderungen angepasst werden. „Ein Großteil der Ideen, die heute generiert werden, sind vor allem digital", sagt Peggy Karstedt von DB Systel. Sie hat die Box gemeinsam mit Heidi Wegner von DB Training entwickelt und sagt: „Uns hat die Frage angetrieben, wie wir Mitarbeiter befähigen, eigene Ideen umzusetzen."

„Mitarbeiter haben viele Ideen", ergänzt Heidi Wegner von DB Training. „Aber manchmal sind sie unsicher, wie diese Ideen vorangebracht werden können." Wer hilft? Wo findet man das richtige Netzwerk? Auf genau solche Fragen findet die Box eine Antwort, um diese Kollegen abzuholen. Aber selbst wenn es an der eigenen Idee mangelt, hilft die Box interessierten Mitarbeitern dabei, Ideen zu entwickeln und voranzutreiben. Die Intrapreneur Starter Box ist ein Innovationsprogramm im Baukastensystem. Mit dieser Box erhalten Mitarbeiter alle Werkzeuge, die sie auf ihrer persönlichen Reise zum Entstehen der eigenen Innovation benötigen. Sie werden Schritt für Schritt angeleitet, sich etwas Besonderes auszudenken und solange damit zu experimentieren, bis der Kundennutzen hervorgehoben und validiert ist. Die Pappschachtel umfasst daher alles, was der Intrapreneur braucht - angefangen bei Haftnotizen, Stiften und DIN-A0-Vorlagen für die Methoden Business Model Canvas, Value Proposition Canvas, Skydeck Innovation Canvas und Experiment-Loop-Map, mit denen gezielt am eigenen Projekt gearbeitet wird. Auf der Innenseite des Deckels befinden sich die Daten von vier Mitarbeitern, die als Mentoren fungieren. Aber vor allem sind in der Box spezielle Übungen enthalten, die Schritt für Schritt dabei helfen, die Ideen zu verfeinern. Aufgebaut ist die Starter Box nach einem Sechs-Stufen-Konzept.

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