Gabriel Rinaldi

Freelance Journalist and Reporter, Berlin & Milan

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Artikel

Cybersicherheitspolitik: Wo es in Italien bei der Cybersicherheit hakt

In Italien hat in der vergangenen Woche ein Ransomware-Angriff auf die Bahn für Aufregung gesorgt – und die Diskussion über die Cybersicherheit des Landes noch einmal befeuert. Ein Überblick über Italiens drängendsten Herausforderungen.

 

Die Sorge vor Attacken auf Kritische Infrastruktur sind vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine auch in Westeuropa zu einem zentralen Angstmoment geworden. In Italien war es nun die Bahn, die vergangene Woche infolge einer Ransomware-Attacke ihre Ticketverkäufe einstellen muss – der Kauf von Fahrkarten war an Automaten und Schaltern von Trenitalia nicht mehr möglich. 


An den Bahnhöfen des Landes brach zeitweise Chaos aus. Da der Ticketkauf über die Webseite weiterhin möglich ist, gehen Expert:innen von einem Angriff auf die internen Systeme der staatlichen Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato und ihrer TochterfirmaTrenitalia aus. Während zunächst ein Angriff mit russischem Hintergrund vermutet wurde, gab der Chef der Nationalen Agentur für Cybersicherheit (ACN) schnell Entwarnung. Wie Roberto Baldoni im Gespräch mit dem „Corriere della Sera“ noch am Abend verkündet, gebe es keinerlei Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Vielmehr handele es sich um einen gewöhnlichen Angriff von Kriminellen, wie man ihn in jüngster Zeit oft gesehen habe. Ransomware ist weltweit zur Pandemie geworden. (...)

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