Franziska Horn

Autorin. Freie Journalistin, München

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Neuer Wellnesstempel: Madonna mia!

Mit dem neu eröffneten Lefay Resort & Spa Dolomiti unterstreicht Madonna di Campiglio seinen Ruf als alpine Luxus-Destination.

Ob Sissi gern ins Spa ging? Dass sie Badekuren liebte, ist belegt. Auch, dass die berühmte Kaiserin den Grundstein für den legendären Ruf von Madonna di Campiglio legte, indem sie 1886 einige Wochen im Bergsteigerdorf verbrachte. Seither geben sich dort Adel und Adabeis, Stars aus Skisport und Showbiz die hochkarätige Klinke in die Hand. Der Dolomitenort gilt als Italiens Antwort auf St. Moritz. Noblesse und Natur – macht schon mal zwei Gründe, der Region ein weiteres funkelndes Fünf-Sterne-Haus unter der Krone der Dolomiten hinzuzufügen. Im August 2019 öffnete das Lefay Resort & SPA Dolomiti in Pinzolo im Rendana-Tal, sechs Kilometer südlich von Sankt Maria im Pein (so der deutsche Name von M.d.C). Lefay? Richtig, den Namen kennen Sie schon, vom gleichnamigen Lefay Resort & SPA hoch über dem Gardasee. Wie schon am Lieblingsee der Deutschen steht auch im alpinen Gegenstück das Wellness-Areal im Zentrum der Anlage. In Zahlen: Der Eco-Spa-Bereich nimmt stolze 5000 qm auf vier Ebenen ein, einer der größten Italiens. Familien finden einen eigenen Wellnessbereich mit Innen- und Außenpool, Erwachsene oder Paare müssen sich zwischen Sportbecken, Whirlpool, neun Saunen und Fitness-Studio entscheiden.

Für Behandlungen steht eine ganz Etage bereit, entwickelt vom Wissenschaftlichen Komitee des Lefay Spa. Dazu gehören energetische Massagen, energie-ästhetische Rituale für Gesicht und Körper und ein spezieller Bereich, der ganz im Zeichen der Region gestaltet ist. Hier schnuppern Gäste die Düfte des Waldes und alpiner Blumen, schließlich liegt das UNESCO Weltkulturerbe Dolomiten vor der Haustür.

Die Bio-Architektur stammt vom Südtiroler Architekt Hugo Demetz, der in Pinzolo zudem heimische Bautraditionen neu interpretierte. Demetz entwarf bereits eine ganze Reihe Südtiroler Hotel-Ikonen, darunter die Adler Hotels (für Familie Sanoner), natürlich auch das Lefay am Gardasse. Hier in den Dolomiten setze er einen dunkel-magischen Würfel ins Zentrum des Geschehens. Mit schwarzem Aluminium verkleidet, wirkt dieser Korpus so mystisch wie anziehend. Unter seinen Giebeln schauen die Gäste der Sky Lounge weit ins Tal hinein. Um den Korpus herum gruppierte der Achitekt riegelförmige Baukörper in diversen Höhen, die sich gut in den natürlichen Verlauf der Landschaft einpassen – eine Spezialität des Architekten.


Diese beherbergen die 88 Suiten ab 57 qm, gehalten in einer Palette natürlicher Materialien und Farbtöne. Zum Einsatz kommen lokale Hölzer wie Tanne, Fichte und Eiche, sogar Kastanie für die Möbel. Das Innendesign stammt von Alberto Apostoli aus Verona. Zudem gibt es 22 Wellness Residences, die als Feriendomizil erworben und vermietet werden können: Eigentumssuiten mit Fünf-Sterne-Service, dieses Konzept machte bereits außerhalb Italiens Schule. Die beiden Restaurants widmen sich der mediterranen Küche, bereichert mit saisonalen Aromen der Berge. Während das Hauptrestaurant „Dolomia“ der Gourmetküche frönt, setzt das „Grual“ konsequent auf ethisch-nachhaltige Produkte. Im Sommer finden Naturfans ein weites Wegenetz zum Wandern und Biken. Und auch der nächste Winter kommt bestimmt: Das Resort ist direkt ans Skigebiet von Madonna di Campiglio angebunden, mit 150 Pistenkilometern das größte im Trentino. Das Dolomiten-Resort ist bereits das zweite Hotelprojekt von Alcide Domenico und Liliana Leali, Gründer der Air Dolomiti Airline, 2003 an Lufthansa verkauft. Das Imperium soll weiter wachsen: Sohn und Junior Chef Alcide Leali kündete bereits ein drittes „Lefay“ in der Toskana an. Woher der Name stammt? Lefay sei eine keltische Fee oder Hohepriesterin, heißt es. Die Hohepriesterin von Instagram war übrigens auch schon da: Über Weihnachten residierte Chiara Ferragni im neu eröffneten Wellnesstempel. Von Sissi bis zum The Blonde Salad – Madonna di Campiglio ist der Place-to-be. Was zu beweisen war.



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