Frank Steinhofer

Contributing Writer | Art & Culture, Mexiko City

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Artikel

Paradies der Millionäre

Gian Franco Brignone stieg in den Siebzigerjahren aus dem Bankiersleben aus und kaufte Land am mexikanischen Pazifik. Seine Vision: Ein letzter, ziemlich schräger Außenposten für das süße Leben.


Der Himmel über Careyes färbt sich violett, als die Sonne untergeht. Schaulustige finden sich auf dem Kliff einer kleinen Insel ein. Der Weg führt über eine Hängebrücke, die 70 Meter über dem Meer baumelt. Jeder genießt die Aussicht auf die Bucht, die Küste, den dichten Dschungel und zwei eigenwillige Bauwerke, die wie angemalte Seesterne auf den Klippen thronen. "Mágico", sagt eine junge Frau. Kein anderes Wort scheint ihrem Staunen gerecht zu werden.


Ein Staunen, auf das heutzutage eine ganze Industrie von Luxusresorts in aller Welt setzt. Careyes ist ein Vorbild auf diesem Gebiet, ohne es wirklich darauf angelegt zu haben. Ein Ort, der innerhalb von 50 Jahren zu einer Größe und Eigentümlichkeit gewachsen ist, die heute kaum mehr zu realisieren wäre.



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