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Wilhelm Busch zum 111 Todestag am 9. Januar - Ausstellungsempfehlung: LA8 in Baden-Baden / Wilhelm Busch-Ausstellung

Plakat zur Wilhelm Busch-Ausstellung im LA8 Museum in Baden-Baden, Foto: Helga Waess

Baden-Baden - Museum LA8 - Wilhelm Busch-Ausstellung

 Wilhelm Busch dichtete und zeichnete für sich selbst - zum eigenen Amüsement! Heute würde man sagen: Loriot war seine Liga! Wilhelm Busch.

Eine Würdigung und eine Ausstellungs-Empfehlung zum 111 Todestag!


Baden-Baden. Hannover. Vor 111 Jahren verstarb in Hannover am 09. Januar 2019 der humoristische Dichter und Zeichner Wilhelm Busch. Grund genug nach Baden-Baden zu fahren und das Museum LA 8 - Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts aufzusuchen. Es zeigt zurzeit eine große Ausstellung mit dem Titel „Wilhelm Busch. Bilder und Geschichten" (noch bis bis 03. März 2019). Nach 111 Jahren möchten wir hier den Maler und Zeichner und sein dichterisches Werk in Erinnerung rufen.


Der kleine Maler mit großem Hut und großer Mappe hockt zeichnend auf dem Plakat zur Ausstellung. Als Rückenfigur - so genannte Repoussoirfigur - ist diese Ansicht gut gewählt. Wir sehen nicht, was er zeichnet und auch kein Motiv, welches dieser Maler betrachten könnte. Es scheint, dass diese blaue, nebulöse Welt des Hintergrundes ihm Motiv und Inspiration genug sei. So stellt Wilhelm Busch das Bild des Malers vor, der durch Können und Fantasie eine neue Weltsicht kreiert.


Zwei Malergeschichten in Wilhelm Buschs Gesamtwerk


Es gibt zwei Malergeschichten in Wilhelm Buschs Gesamtwerk, die eine entsteht um 1859 und heißt "Der kleine Maler mit der großen Mappe". Diese Geschichte erscheint 1859 im Münchner Bilderbogen Nr. 248. In dieser Zeit wollte Wilhelm Busch selbst noch Kunstmaler werden. Das sein humoristisches dichterisches und zeichnerisches Hobby schließlich den Broterwerb bringen würde, ahnte er damals noch nicht.


Erst Jahrzehnte später, als der berühmte Maler Klecksel veröffentlicht wird - 1884 -, war Busch für seine Bildergeschichten in aller Munde. In dem Maler Kuno Klecksel, der mit seiner Malkunst scheitert, ist eine gehörige Portion Selbstironie zu lesen. Maler Klecksel wird Gastwirt. Und Wilhelm Busch? Der Maler Busch, der mit den späteren Malerfürsten Franz von Lenbach und Friedrich August Kaulbach in München verkehrt, an der Kunstakademie in München studiert, in Kunstvereinen und Ateliers Hause ist, glaubt nicht, dass er die großen Niederländischen Meister je erreicht. Busch bleibt humoristischer Dichter und Zeichner und schafft ein zeitloses Lebenswerk.


Von Max und Moritz bis zur Frommen Helene ... 


Ein Projekt der Grenkestiftung mit freundlicher Unterstützung des Museums Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst.


mit zahlreichen Fotos aus der Ausstellung
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