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Chemnitzer Dreierquote bricht Kölner Herzen

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Mit 71:78 verloren die RheinStars Köln am Sonntag gegen die Niners Chemnitz. Besonders die Wurfquote von außen verhalf den Sachsen zum Sieg. Damit sind die Playoff-Träume der Kölner Geschichte.

Mit dem Sieg am Freitag gegen Baunach hatten die RheinStars Köln den Abwärtstrend vorerst gestoppt. Am Sonntag ging es im Rahmen des Doppelspieltages nun gegen die Niners Chemnitz und um die Möglichkeit, noch einmal aktiv ins Rennen um die Playoff-Ränge einzusteigen. Nach der 71:78-Niederlage im Duell mit den Ostdeutschen ist dies jedoch so gut wie ausgeschlossen.

Mit ordentlich Hummeln im Hintern begannen die RheinStars ihr letztes Heimspiel in der Regular Season. Ein Dreier von David Downs und ein Jones-Dunk markierten früh die 5:0-Führung. Chemnitz zog schnell in Person von Stacy Wilson von außen nach (5:3), sah sich in der Folge aber einer gut reboundenden Kölner Auswahl gegenüber, die mit Big Man Aaron Jones den dominierenden Shotblocker der ersten Spielhälfte in ihren Reihen hatte. Diese Stabilität in der Verteidigung gab den Domstädtern offensiv die Möglichkeit aufzudrehen. Ein kraftvoller Downs-Drive in die Zone bedeutete den bisher höchsten Vorsprung (14:7). Erst gegen Ende des Viertels ließen die RheinStars einreißen und brachten den Gegner mit verpassten Korbaktionen wieder heran. Gregory Logins und Hendrick Bellscheidt sorgten unmittelbar nacheinander für den 19:19-Ausgleich zur Viertelpause.

Der zweite Abschnitt sollte umkämpft bleiben. Ein verwandeltes And One von Downs egalisierte Logins im Handumdrehen. Die Ostdeutschen witterten nun Morgenluft und kamen durch den in die Mannschaft rotierten Nathan Buss per Freiwurf zur ersten Führung (22:23). Die Gastgeber büßten folglich im Angriff an Effizienz ein und brachten ihr Inside-Game nicht mehr so zur Entfaltung, wie man es zuvor gesehen hatte. Die Quittung dafür waren einfache Punkte durch den Ex-Berliner Martin Seiferth und Point Guard Virgil Matthews, der einen Fastbreak zum 24:27 verwandelte. RheinStars-Coach Arne Woltmann korrigierte daraufhin den Kurs seines Teams, indem er die Auszeit nahm. Es sollte helfen. Die Hausherren teilten den Ball und erspielten sich freie Würfe. Einen solchen nutzte Marin Petric von Downtown zum 35:31. Einen Jones-Freiwurf und einen Korbleger von Logins später ging es mit 36:33 in die Pause.

Ähnlich eng wie im zweiten ging es auch im dritten Viertel zu. Chemnitz schien sich offensiv zu finden und seinen Wurf von außen zu stabilisieren. So versenkten Matthews und Buss hintereinander das orange Leder vom Perimeter zum 43:44. Der ungemein starken Dreierquote der Gäste von am Ende 48% setzte Köln vor allem die individuelle Stärke seines Point Guards entgegen. Der heißgelaufene David Downs besorgte per Fastbreak und Dreier die erneute Sechs-Punkte-Führung (50:44). Die Niners leisteten sich zwar immer wieder kleine Patzer, welche die RheinStars dankbar annahmen, doch verloren sie nie an Gefährlichkeit von außen. Von der Kölner Defense vollkommen unbedrängt trafen Wilson und Logins von jenseits der Dreierlinie zum 55:53.

Das Schlussviertel verlief zunächst im Sinne des Aufsteigers. Leon Baeck erzielte mit einem schwungvollen Drive zum Korb das 61:56 und nährte die Hoffnungen der Kölner Fans auf den Sieg. Dennoch mussten sie zittern. Weggeworfene Bälle, Schrittfehler und Offensivfouls hielten Chemnitz in der Partie. Diese spielten ihr Potenzial aus und übernahmen durch einen Dreier und einen energiegeladenen Schnellangriff von Buss wieder das Zepter (63:64). Als Virgil Matthews beim erfolgreichen Korbleger gefoult wurde und den Bonusfreiwurf verwandelte, schien das Pendel zu Gunsten der Gäste auszuschlagen (67:69). Den Ausgleich durch einen Downs-Freiwurf (69:69) beantworteten die Sachsen mit dem entscheidenden Dreipunktewurf des US-Amerikaners Matthews (69:74). Dem Wurf, der die Playoff-Ambitionen der RheinStars beendete.

Foto: Gero Müller-Laschet Zum Original