Florian Eckl

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Nürnberger Nationalmuseum - "Geschichte entsteht aus Geschichten"

Das Plakat "Wintergarten Saharet" stammt aus dem 1903 und ist in der Ausstellung "Wege in die Moderne" im Nürnberger Nationalmuseum zu sehen. (Foto: Georg Janßen; oh)

Es war die Zeit der großen Erfindungen. Im 19. Jahrhundert wurden wichtige Grundsteine für die heutige Zeit gelegt. In einer Sonderausstellung zeigt das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg 500 Exponate aus einer revolutionären Zeit.


Postkarten, Fotoapparate und das Grammophon - das 19. Jahrhundert hat mit großen Erfindungen wichtige Grundsteine für die heutige Zeit gelegt. Eine Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg beleuchtet von diesem Donnerstag (27. März) an den Aufbruch in diese neue Epoche. Die "Wege in die Moderne" - so der Ausstellungstitel - werden dabei am Beispiel von Medien, der Musik und den im 19. Jahrhundert entstandenen Weltausstellungen aufgezeigt.

" Geschichte entsteht aus den Geschichten, die die Exponate erzählen", sagte Projektleiterin Jutta Zander-Seidel am Dienstag bei einer Pressevorbesichtigung. Auf 1000 Quadratmetern haben die Kuratoren rund 500 Ausstellungsstücke zusammengetragen. Bis auf sieben Leihgaben stammen alle aus dem eigenen Bestand des Museums.

Gezeigt werden unter anderem Souvenirs und Eintrittskarten der größten Weltausstellungen, historische Fotografien in Tageszeitungen und Liedflugblätter. Auch Musikinstrumente aus dieser Zeit und Belege für den ersten Starkult sind in der Ausstellung zu sehen. "Die Weltausstellungen waren die ersten Massenveranstaltungen dieser Epoche", erklärte Kurator Roland Prügel. Sie seien demnach wegweisend für die heutige Eventkultur und den Massentourismus gewesen.

Die Sonderausstellung ist Ergebnis eines dreijährigen Forschungsprojekts, das die unterschiedlichen Spezialsammlungen des Museums vereinen sollte. Sie läuft bis zum 21. September dieses Jahres.

Die Sonderausstellung ist vom 27. März bis 21. September im Germanischen Nationalmuseum zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr, Mittwoch 10 - 21 Uhr. Eintrittspreis: 8 Euro.
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