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Ungarn: Sinopharm und Sputnik statt EU-Impfplan

Auf Budapests Straßen scheint der neue Impfstoff aus China bisher noch nicht viele Anhänger gefunden zu haben. Eine Frau in übergroßer Daunenjacke und Bommelmütze, die ihren Hund entlang des Kossuth-Platzes führt, winkt ab. "Ich glaube nicht daran", sagt sie. Impfen lassen will sie sich mit dem vom chinesischen Staatskonzern Sinopharm entwickelten Wirkstoff "Vero" nicht.

Balázs Boldog sieht das ähnlich. "Ich würde den chinesischen Impfstoff nur nehmen, wenn es keine andere Option gibt - aber die gibt es ja", sagt der 45-Jährige. Er zeigt auf das ungarische Parlamentsgebäude auf der anderen Seite des Platzes. "Sie wollen uns diesen Impfstoff aufzwingen, ohne wissenschaftliche Erkenntnisse darüber zu haben".

Monatelang hatte die ungarische Regierung mit einem chinesischen Impfstoff geliebäugelt. Nun ist er da: 550.000 Dosen "Vero" landeten am Dienstag dieser Woche auf dem Budapester Flughafen. [Auszug]

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