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Hotels in Ruhe und Abgeschiedenheit: Schöne Orte in Europa


1. Wald, Wasser und keltische Weisheit

Wenn der Herbstnebel gerade nicht alles in Watte packt, dann sieht man selbst noch vom Bett aus auf die markanten Gipfel der Geislergruppe. So unmittelbar öffnet sich der Blick durch die bodenbündigen Fensterfronten der schlanken, von hohen Fichten umrahmten Holztürme des Südtiroler Fünf-Sterne-Hauses Forestis hin zu den Dolomiten. Und selbst wenn sich die Berge hin und wieder hinter den Wattebäuschen verhangener Oktobertage verstecken sollten, tut das der Szenerie keinen Abbruch: Jeder Wolkenfetzen, der sich an den zum Greifen nahen Baumkronen festhängt, ist ein Spektakel.

Hoch über Brixen auf 1800 Metern in Palmschoss auf einem Sonnenhang der Plose umgibt nichts als Natur den Hotelgast. Und so verwundert es nicht, dass die Hoteliers Stefan Hinteregger und Teresa Unterthiner sich auch programmatisch der Naturnähe verschrieben. In den 62 Suiten des 2020 eröffneten Turm-Trios dominieren heimische Hölzer und Dolomitgestein. Schafwollteppiche bedecken Flure und Treppen, auch jene im historischen Trakt, der 1912 vom Fin-de-Siècle-Architekten Otto Wagner als Sanatorium geplant wurde.

Die Wirren des Ersten Weltkriegs verhinderten den Ausbau zur Lungenheilanstalt, das Gebäude geriet in Vergessenheit, um erst hundert Jahre später wieder zu punkten: mit der elegant reduzierten Behaglichkeit in den historischen wie zeitgenössischen Bauten. Mit Alpenluft und Ploser Quellwasser, das im Hotel einfach so aus den Wasserhähnen läuft. Und mit der Abgeschiedenheit zwischen hohen Fichten. Die Natur und die Bauern ringsum liefern die Zutaten für die Waldküche des Küchenchefs Roland Lamprecht. In seiner Rinderkraftbrühe lässt er Baumflechten ziehen, für "eine Note wie nach einem Regentag im Wald". Aus den Nadeln der Latschenkiefern stellt er eine tiefgrüne Butter her, für den letzten Schliff in Risotto oder Gerstensuppe. Zirbennüsse runden mit feiner Harzigkeit den Wildkräutersalat ab.

Im Spa besann man sich hingegen auf die Naturverbundenheit der Kelten zurück, die zu vorchristlichen Zeiten auch den Alpenraum besiedelten. Zwar sei das alte Wissen der Druiden grösstenteils verlorengegangen, durch Überlieferungen aus Irland habe man aber doch Zugang zur philosophischen Lehre namens Wyda gefunden, die viele Gemeinsamkeiten mit Yoga und Qi Gong aufweise. Auch im Wyda soll über Bewegungsmeditation der Verstand geklärt, der Stoffwechsel angekurbelt, die Intuition verbessert werden. Und was sagt einem die Intuition? Ganz klar: noch einmal schwimmen gehen im Infinity-Aussenpool. Und auf den Oktobernebel starren. Bis er sich lichtet.

Hotel Forestis, ab 460 Euro/Nacht im DZ

2. Sinnieren im südwestfranzösischen Schlösschen

Es braucht besondere Menschen, um solche Orte zu schaffen: Orte, die Auszeiten aus dem zweckgebundenen, auf Effizienz gebürsteten Alltag ermöglichen. Und an denen man sich an die ganz grossen Themen wagt - an Freiheit oder Hoffnung, an die Kraft des Humors. Elke Jeanrond-Premauer ist so ein Mensch.

Die ehemalige Journalistin des Bayerischen Rundfunks hat 2003 gemeinsam mit ihrem Mann Tobias ein Schlösschen im Béarn gekauft, behutsam renoviert und hier ihre "Denkwochen" etabliert. Regelmässig lädt sie renommierte Dozenten ein, mit denen man als Château-Bewohner über Kulturelles, Politisches, Philosophisches debattieren darf. Am langen Tisch unter der alten Platane, von wo sich der Blick weit auf Wald und Felder öffnet. Man sieht ein Gehöft hier und dort und die Blondes d'Aquitaine, die caramelfarbenen Kühe. Am Horizont liegt im bläulichen Schimmer die Pyrenäenkette.

Das südwestfranzösische Château d'Orion war im 17. Jahrhundert zunächst eine Abbaye laïque, ein Laienkloster. Die kleine Kirche Saint-Jacques, wenige Schritte entfernt, erinnert noch heute an die frühere Bestimmung. Hinterm Château verläuft der im Burgund startende Pilgerweg Voie de Vézelay, einer der vier historischen Jakobswege, die durch Frankreich führen. Der Weiler Orion, im Rücken des Châteaus, liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen der französischen Baskenlandküste mit charmanten Orten wie dem etwa eine Autostunde entfernten Saint-Jean-de-Luz und der Stadt Pau, wo im Dezember 1553 Frankreichs beliebtester König Henri IV geboren wurde.

Neben allem Geistigen kommt aber auch das Leibliche nicht zu kurz. Jean-Ninon Larrouy konnte das Anwesen im Jahre 1809 von einem Laienabt erwerben, da er durch Handel mit Schinken aus Bayonne zu Vermögen gekommen war. Die Porträts der Familie hängen bis heute an den Wänden. Und die Schlossküche ist noch immer ein wichtiger Ort: Hier werden Joghurt und Marmelade fürs Frühstück hausgemacht und für die abendlichen Diners Gastköche eingeladen, manch einer unter ihnen mit Sterneküchenerfahrung.

Bis Ende November sind die Premauers auf ihrem Schlösschen und empfangen Besucher. Danach muss man warten, bis sich das Schlösschen im kommenden Frühling wieder öffnet. Philosophieren darf und sollte man natürlich auch den Winter hindurch.

Château d'Orion, ab 114 Euro/Nacht im DZ

3. Eine gebaute Entschleunigung im Hirschpark

Am Rand des Bayerischen Walds, wenige Kilometer nördlich von Deggendorf, befindet sich auf dem steilen Terrain einer Mittelgebirgslandschaft der Hirschwildpark Buchet samt Berghof. Gleich dahinter steht ein grau gestrichenes, mobiles Scheunenhäuschen auf Rädern. Das ist die Hyt. Die Architekten des Planungsbüros "hausfreunde", die damit 2018 den German Design Award gewannen, nannten ihr Konzept "gebaute Entschleunigung". Und Gastgeber Thomas Gstettenbauer resümiert: "Eine mobile Übernachtungsmöglichkeit zwar, aber eben doch mehr als Campen."

Mit seinem Traktor kann der niederbayrische Gasthofbesitzer und Hirschpark-Leiter seine Hyt übers gesamte Areal ziehen. Die rollende Hütte ist nämlich strassenzulassungstaugliche sechs Meter lang und 2,45 Meter breit. Wie ein kleiner Bauwagen schaut sie aus, allerdings mit spitzem Dach, was dem zehn Quadratmeter grossen Innenraum guttut. Denn durch die innere Firsthöhe von drei Metern öffnet sich der Wagen ausreichend nach oben. "Wir hatten gar nicht an Tiny Häuser gedacht, die ziemlich zeitgleich aufkamen", erklärt Gstettenbauer. "Das war einfach Glück."

Und zwar auch für die Hyt-Bewohner: Die treffen im Innern auf weiss lasierte, gehobelte Fichte, eine Essecke und Küche mit kleinem Holzofen sowie ein mittig platziertes Badezimmer mit Miniwaschbecken und Campingtoilette (man darf aber auch das geräumige Badezimmer im ersten Stock des Gasthofs benutzen). Am Wagon-Ende befindet sich der Schlafbereich mit linker wie rechter Hand zwei Etagenbetten. Die unteren beiden lassen sich durch einen Matratzenrost verbinden, um sogar noch Platz für einen fünften Scheunenhausbewohner zu schaffen.

Alles ist minimalistisch und doch gemütlich, allein schon durch die Familien verbindende Enge und den Ofen, in dem die Scheite glühen. Wer zur Nacht die Fensterläden nicht verrammelt, dem bleibt, bis ihm die Augen zufallen, der Blick hinab übers dunkelnde Donautal und auf die roten Lichter der Zuckerfabrik von Plattling. Ruhe liegt über Hof und Hirschpark, auch den steilen Hügel hinter der Hyt hinauf, wo es zu Mufflons und Damwild geht.

Und dann findet sich neben der Hyt doch noch Luxus: ein eigener Wellnessbereich! Der "al fresco Hottub" lässt die Unwirtlichkeit niederbayrischer Nieseltage schnell vergessen.

Hyt, ab 148 Euro / Übernachtung für zwei Personen, Frühstück kostet zusätzlich 12.90 Euro pro Person.

4. 12 000 Bücher und ein Bilderbuchpanorama

Ganz am Ende einer serpentinenreichen Strasse, auf 1000 Metern am Predigtstuhl, inmitten der Nördlichen Kalkalpen und eines waldreichen Netzes aus Wanderwegen, Langlaufloipen und Schneeschuhtrails, befindet sich dieses 2021 eröffnete Haus. Rund 500 Meter tiefer liegt der oberösterreichische Luftkurort Bad Goisern, auf den man genauso hinabschauen kann wie auf den Hallstättersee. Dahinter erhebt sich der Dachsteingletscher. Ein Bilderbuchpanorama also. Und wo könnte das auch besser passen als hier: im Lesehotel.

"Nehmen Sie so viele Bücher mit aufs Zimmer, wie Sie tragen können", ermutigt Silke Seemann die Neuankömmlinge. Gilt es doch aus rund 12 000 im ganzen Haus verteilten Veröffentlichungen eine Auswahl zu treffen. Zu Aufenthaltsbeginn seien ihre bibliophilen Gäste daher oft ganz aufgeregt bei der Lektüresuche, nickt die Hotelière: "Das legt sich aber, weil schnell erkannt wird, dass man sich eh nicht durch all unsere Werke hindurchlesen kann."

Um sich so richtig einzunisten, ist alles vorbereitet: Im Lesesaal stehen von Orthopäden entwickelte Stühle, die zwar ausschauen wie Gynäkologen-Mobiliar, aber dafür Bandscheiben dekomprimieren und Lendenwirbelsäule schonen sollen. Und auch die vertikale Bibliothek im Treppenhaus ist über vier Stockwerke vom Keller bis unters Dach reich bestückt. Ins Regal wurden samtweich ausgeschlagene Sitznischen eingebaut, die sich jedem anbieten, der es angesichts der Titelfülle gar nicht mehr ins eigene Zimmer schafft. Es ist eben, so klärt die Broschüre, "ein Haus wie eine Buchhandlung, in der man schlafen kann".

Denn in den 4 Suiten und 16 Hotelzimmer geht es genauso weiter: Die sind mit dem neuesten Sortiment von 20 zimmerweise ausgewählten Verlagen bespielt. Eines beherbergt etwa die Kunstbücher der kleinen Schweizer Edition Clandestin, ein anderes die Liebesromane des Münchner Goldmann-Verlags, bekannt durch den Erotik-Bestseller "Fifty Shades of Grey". Glasfassaden öffnen sich weit der Bergkulisse. Vom grossen Balkon der Suhrkamp Suite hört man Vogelstimmen und die Kirchturmglocke aus dem Tal. Und manchmal Motorradfahrer, die sich an den Spitzkehren der Strasse erfreuen.

Für den Fall, dass einem nach vielen, vielen verschlungenen Seiten die Augen zufallen, stehen Plug&Play-Vorlesebetten in den Gastzimmern, die sich mit dem eigenen Handy verbinden lassen. Mit Lautsprechern in der gepolsterten Bettenseitenwand und einem integrierten Carbon-Netz, das vor Elektrosmog schützen soll, lässt man sich das Buch vorlesen. "Im Bett soll man nur leichte und unterhaltende Lektüre zu sich nehmen sowie spannende und beruhigende, ferner ganz schwere, wissenschaftliche und frivole sowie mittelschwere und jede sonstige, andere Arten aber nicht", hat es Kurt Tucholsky einst umrissen. Ach, hätte er sie nur gekannt, die Freuden des Plug&Play.

Lesehotel, ab 180 Euro / Nacht im DZ

5. Tiefe Studien auf flacher Insel

Eigentlich wird Håvard Lund dafür bezahlt, kulturelle Erlebnisse bis an die entlegensten Orte des norwegischen Nordens zu bringen. Und eigentlich bezieht sich diese Aufgabe eines staatlich angestellten Klarinettisten nur auf Konzerte, nicht auf Bauvorhaben. Aber dem Musiker stand der Sinn eben nach einem Ort fern grosser Zentren, der Kreativität und Naturversenkung erlaubt.

"Fordypningsrommet Fleinvær" nennt er sein Projekt. Das erste Wort bedeutet "Raum für tiefere Studien", das zweite bezeichnet ein Archipel im Vestfjord, der Meeresbucht zwischen nordnorwegischem Festland und den Lofoten. Etwa 300 Inseln gehören dazu, neun davon bewohnt, darunter auch das flache, baumlose Eiland Sørvær. Hier veranschaulichen inzwischen elf silbern schimmernde Kebony-Holzhütten auf Stelzenkonstruktion Lunds Vision eines Arctic Hideaway.

1998 kam der Jazzmusiker zum ersten Mal nach Sørvær, da war er 27. 2004 erwarb er sein erstes Stück Land auf der Insel: "Ich wollte hier nur eine Hütte hinstellen und zum Komponieren herkommen", erinnert sich der Norweger. Inzwischen stehen hier eine Handvoll schmaler Schlafkuben am Hang; eine Sauna und die Outdoor-Küche "Crab Trap" am Pier, das Gemeinschaftsbad mit Dusche und Toilette daneben, die Winterküche auf halber Hanghöhe, gegenüber den Aufenthaltsraum mit elektrischem Klavier und Lunds Bassklarinette sowie die "Denkbox" auf stählernem Säulenfuss, die sämtliche Gebäude und die vielen Inseln und schneebedeckten Berggipfel der Nordland-Provinz überblickt.

Hölzerne Stege führen von Hütte zu Hütte, bis fast hinunter zum Pier, damit die Insel so wenig Belastung wie möglich durch den menschlichen Fussabdruck erfährt. Für die besondere Architektur brachte das Trondheimer Büro TYIN tegnestue den Mentor Sami Rintala mit auf das Eiland, dessen Arbeiten wurden bereits auf der Architekturbiennale in Venedig oder auch im Londoner Victoria and Albert Museum gezeigt. Und nun trennen also monofunktionale Kuben die Grundbedürfnisse der Gäste nach Schlafen, Essen und Sanitärem: "Wir wollten eine Architektur, die den Menschen zwingen würde, in die Natur hinauszugehen", erklärt Lund.

Diese unmittelbare Verbindung zwischen Lebensraum und Naturgewalt offenbart sich eindrücklich in der Denkbox, der zeitgenössischen Interpretation einer "Njalla". Diese typische Speisekammer der Samen wurde früher auf einzelne, noch verwurzelte Baumstämme gebaut, um Nager vom Nahrungsdepot fernzuhalten. Auch die Denkbox ist ein solches Baumhaus, allerdings errichtet auf künstlichem, stählernem Stamm, an dem der Wind nicht in wiegendem Rhythmus rüttelt, sondern fordernd und zornig.

"Unsere Njalla hat nicht nur einen vier Meter hohen Baumstamm aus Stahl, sondern ist weitere zwei Meter tief in den Felsen hineingebohrt und die Holzhütte darauf zusätzlich in den roten Stahlträger eingefasst", beruhigt Lund: "Die Ingenieure haben ausgerechnet, dass es einen Orkan von 160 Knoten brauchte, um sie zu entwurzeln, und diese Geschwindigkeiten erreicht der Wind hier nicht." Durch die Fensterfront fällt das Quecksilberlicht der arktischen Küstenlandschaft ein. Dort sitzt man dann also, die Zehen fest auf Wollteppich und Fussbodenheizung gedrückt, bis in die Nacht hinein und wartet und hofft, dass flimmerndes Nordlicht hereinschimmert. Und beobachtet derweil, wie sich der Wasserspiegel mit Flut und Ebbe über drei Meter hebt und senkt. Auf Sørvær im Vestfjord gibt es dank Håvard Lund nämlich nicht nur Raum, sondern auch Zeit für tiefere Studien.

The Arctic Hideaway, Fordypningsrommet Fleinvær, Ferienmiete der elf Häuschen für ein bis zehn Personen: 38 000 NOK für eine Woche. Da es auf der Insel keine Einkaufsmöglichkeit gibt, muss man die Nahrungsmittel mitbringen oder lässt sie sich vom Gastgeber gegen Aufpreis besorgen. Der Aufenthalt ist gegen entsprechenden Aufpreis auch in der Luxusvariante buchbar, etwa mit anwesendem "Host", der sich um Frühstück, Chefkoch-Gastspiele, Sauna usw. kümmert

6. Höhenflüge im höchsten Hotel Frankreichs

Vor über 80 Jahren bereits wurde in Val d'Isère, dem savoyischen Alpenhochtal zwischen Mont-Blanc-Massiv im Norden und der Vanoise im Süden, der Skitourismus lanciert. Auf 1850 Metern gelegen, fliesst durch die eiszeitlich geformte Schneise das schnell hüpfende Wasser der Isère - und von November bis Mai in stäubendem Schnee. Der erste Schlepplift wurde 1936 eingeweiht, 1937 die Passstrasse des Col de l'Iséran, 1938 gab es bereits elf Hotels im Ort. 1939 schliesslich begannen die Bauarbeiten an der ersten Seilbahn des Orts mit Maultieren, Schaufeln und Spitzhacke. Und im Dezember 1942 brachte die téléphérique de Solaise die ersten Skifahrer aus der Dorfmitte in fünfeinhalb Minuten zum Gipfel.

Aus der Seilbahnstation von 1940 wurde inzwischen allerdings das Vier-Sterne-Hotel "Le Refuge du Solaise". 2019 eröffnet, blickt man im 110-Bettenhaus - 16 Zimmer, vier Appartements und ein Schlafsaal - selbst noch vom Pool aus durch bodenbündige Fenster auf den Dôme de la Sache. Auf 2551 Metern gelegen gilt das "Refuge" als höchstes Hotel Frankreichs und ist zudem das einzige, das nicht über eine Strasse erreichbar ist - zumindest nicht im Winter. Die Seilbahn bringt den Hotelgast nach oben. Und fährt donnerstags, freitags und samstags mit extra verlängertem Fahrplan den Hausberg von Val d'Isère hinauf und hinunter, um schick gekleidete Partyfreudige aus dem Tal zu Arancini à la truffe, Hummerspaghetti und Beluga-Kaviar zu transportieren, ins glamourös-alpine Restaurant "Gigi au Refuge", das die style- und eventerprobte Gruppe Paris Society betreibt.

Durchs Panoramafenster des Restaurants blickt man tief hinunter auf das Dorf. Und während das Hotel noch in gleissendem Sonnenlicht thront, erkaltet unten Val d'Isère im Schatten des späten Nachmittags, auch der Stausee von Tignes liegt in trübem Grau. Man sieht auf Bergspitzen, Skilifte, Seilbahnkabinen und auf die wichtigsten Pisten im Ort. Die OK-Piste etwa, benannt nach den beiden lokalen Skimatadoren und Olympiasiegern Henri Oreiller und Jean-Claude Killy, auf der die ersten Ski-Weltcup-Rennen auf französischem Boden stattfanden. Und auf die Face de Bellevarde, 1992 für die Olympischen Spiele von Albertville gezeichnet, die Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h erlaubt.

Wenn man dem Herbstblues irgendwo lachend ins Auge blicken kann, dann hier: Sportliche Betätigung am Tage, Livemusik am Kaminfeuer und champagnergetränkter Taumel zur Nacht. Schwindelerregende Höhenflüge? Erreicht man in Val d'Isère ganz einfach mit der Seilbahn.

Hotel "Le Refuge du Solaise", ab 402 Euro/Nacht im DZ

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