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Meinungs- und Wahlforscher gehen neue Wege

Von Yannik Buhl

Umfragen bestimmen die öffentliche Debatte - besonders vor Wahlen. Doch die Branche steht vor Herausforderungen: Es wird immer schwerer, Teilnehmer für eine Telefonumfrage zu gewinnen.

Stuttgart - Politisch uninteressierte Menschen sind für Matthias Jung ein Problem. Denn sie machen meist nicht bei Umfragen mit - vor allem nicht, wenn es um Wahlforschung geht. Jung ist Vorstand der Forschungsgruppe Wahlen in Mannheim und untersucht die Meinungen der Deutschen. Um die richtig abzubilden, muss Jung aber auch politisch Uninteressierte befragen. „Es nehmen immer weniger Leute an Meinungsumfragen teil", sagt Jung. Er führt das auf ein gesunkenes Interesse an der Politik zurück, auch die Wahlbeteiligung sinke. 

Dabei beeinflussen Umfragen regelmäßig die öffentliche Diskussion: Am 26. Mai ist die Wahl zum Europäischen Parlament, im Herbst sind Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen. Wie stark werden antieuropäische Parteien in Brüssel, wie verschieben sich die politischen Verhältnisse in Ostdeutschland? Darauf sollen Umfragen möglichst schon jetzt Antwort geben. Doch wie, wenn immer weniger Leute bei Umfragen mitmachen?

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