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Algen im Essen, in Kleidung und Kosmetik - das Material der Zukunft?

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Fotos: © mariashumova, New Africa - Fotolia.com; Andreas Heddergott / TU München

Wir kennen Algen als grünen Teppich am Strand, als Zutat für Sushi oder als lästige Ablagerung im Aquarium - dabei können die Pflanzen noch viel mehr. Über Algen als Eiweißquelle, in Kleidung und warum sie so wichtig für unsere Luft sind.


Eigentlich sind Algen Wasserbewohner, doch sie wachsen auch an Felsen, Baumrinden oder an extremeren Orten wie schmelzenden Gletschern - und das extrem schnell und effizient. Voraussetzung: Es ist schattig und feucht. Dabei tragen sie einen erheblichen Teil dazu bei, dass wir frische Luft atmen können: Alle Meeresalgen zusammen produzieren 50 bis 70 Prozent unseres Sauerstoffs. Für Fische, Schnecken und die meisten anderen Meeres- und Wasserbewohner wiederum dienen sie als Futtergrundlage.


Es gibt geschätzte 300.000 Arten auf der Erde - nur 20 davon werden bisher kommerziell genutzt. Doch Wissenschaftler auf der ganzen Welt haben das ungeahnte Potential der Photosynthese betreibenden Lebewesen erkannt, viele Universitäten forschen zu den verschiedenen Nutzungsarten. Man unterscheidet zwischen Mikroalgen (z. B. pulverisierte Spirulina und Chlorella) und Makroalgen (z. B. Wakame, Nori, Ulva). Der Großteil der Speisealgen kommt aus Aquakulturen. Die Produkte auf dem deutschen Markt stammen meist aus Japan und Korea, aber auch aus der Bretagne.


(Auszug)

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