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Warum schlafen wir?

© AntonioGuillem / Getty Images / iStock (Ausschnitt)

Fest steht: Wir können nicht ohne - warum genau wir aber regelmäßig schlafen müssen, kann die Wissenschaft noch immer nicht eindeutig beantworten. Sicher erfüllt Schlaf nicht nur eine, sondern viele grundlegend wichtige Aufgaben. Während wir schlafen, laufen im ganzen Körper und ganz besonders im Gehirn Reparatur- und Aufräumarbeiten, Verbesserungs- und Instandhaltungsprozesse ab.

Schlaf ist alles andere als ein passiver Ausruhvorgang und viel mehr als eine Art biologischer Energiesparmodus, für den man ihn lange gehalten hat. Es stimmt schon: Wir setzen im Schlaf weniger Energie um als im Wachzustand – was allerdings im Lauf der Evolution verschwindend wenig ins Gewicht gefallen sein dürfte, wenn, während wir bewusst- und wehrlos schlafend auftankten, der nächste hungrige Säbelzahntiger um die Ecke gebogen ist. Das regelmäßige Nickerchen muss also dermaßen nützlich sein, dass es sich lohnt, dafür sein Leben aufs Spiel zu setzen. Was genau derart nützlich ist, bleibt bis heute nur ansatzweise gelöst: Viele Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem unser Gehirn Schuld an unserem Bedürfnis nach Schlaf trägt.

Waschen, schneiden, legen

Was genau passiert also in unserem Kopf, während wir schlafen? »Im Gehirn herrscht nachts reges Treiben. Zu keiner anderen Zeit im Leben wird in unserem Kopf mehr herumgeschraubt als im Schlaf«, sagt der Neurobiologe und Schlafforscher Albrecht Vorster von der Universität Tübingen..

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