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Kooperation oder Verbot: Legale Proteste nur in abgelegenen Stadtteilen möglich –

Eindrücke von den 1. Mai-Protesten in Istanbul

Kooperation oder Verbot: Legale Proteste nur in abgelegenen Stadtteilen möglich –

Von SYLVIO HOFFMANN und ANDREAS SCHMIDT, 2. Mai 2016 –

Nachdem die türkische Regierung auch in diesem Jahr alle Demonstrationen zum 1. Mai auf und um den symbolträchtigen Taksim-Platz in Istanbul verboten hat, verlagerte sich der Großteil der Proteste auf die umliegenden Stadtteile. Das Überraschende an dem diesjährigen 1. Mai war die Bereitschaft der großen Gewerkschaften, sich im Vorhinein mit den verantwortlichen Behörden auf eine Verlegung des Protestes zu einigen. Sie riefen daher zu einem Sternmarsch im abgelegenen Stadtteil Bakirköy auf. Diese meistbesuchte Demonstration in Istanbul wurde organisiert vom Revolutionären Arbeitergewerkschaftsbund (DISK), dem Verband der öffentlichen Gewerkschaften (KESK) und Vertretern diverser politischer Parteien, unter anderem der pro-Kurdischen HDP.