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Arbeitsvermittlung in Tunesien: Lässt sich das verhindern?

Der Weg nach Deutschland führt durch eine Glastür. Lächelnd betritt Anis Ben Hamida ein Ladenlokal im Zentrum von Tunis, das "Deutsch-tunesische Zentrum für Jobs, Migration und Reintegration". So steht es auf einer Metallplatte neben der Tür. "Heute Nachmittag um zwei Uhr fliege ich", erzählt Ben Hamida aufgeregt. Seinen Koffer muss er noch packen, dann ist er bereit: Morgen früh, wenn andere Tunesier durch diese Glastür gehen, wird Ben Hamida nicht mehr hier sein, sondern in Nürnberg bei einem Pumpen-Hersteller arbeiten.

Würde es mit den Kunden in diesem Zentrum immer so laufen, hätte die Bundesregierung ein Wunder vollbracht. Aber Anis Ben Hamida ist nicht der Normalfall, sondern die Ausnahme.

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