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Transnistrien: Begegnungen in einem Land, das es nicht gibt

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Ein braungrüner, träge mäandernder Fluss trennt Moldawien von einem Land, das es offiziell gar nicht gibt: Transnistrien hat sich nach dem Zerfall der Sowjetunion mit knapp 600.000 Einwohnern für unabhängig erklärt. Moldawische Soldaten versuchten vergeblich, das Gebiet zu erobern. Seitdem herrscht Waffenstillstand. Transnistrische Grenzer kontrollieren jeden, der rein und raus will, freundlich, aber bestimmt. Die Abfertigung dauert. Anstehen, Einwanderungskarte ausfüllen, warten – wie damals am antifaschistischen Schutzwall der DDR – nur ohne Mauer und Stacheldraht. Wer unerkannt über die Grenze will, könnte den Fluss an vielen Stellen ungehindert mit einem Boot überqueren. Verhandlungen über die Zukunft des Niemandslandes sind im vergangenen Sommer wieder gescheitert.

In der Glastheke liegen, fein säuberlich aufgeschichtet, die hausgemachten Teigröllchen, gefüllt mit süßem Frischkäse, Plini und andere russische Leckereien. „Mon Café“ hat Mara* ihren ....