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Mit Martinstaler ausgezeichnet

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Die Preisträgerinnen und Preisträger des Martinstalers 2018 mit Oberbürgermeister Thomas Geisel im Rathaus. Foto: Melanie Zanin.

Düsseldorf. Oberbürgermeister Thomas Geisel hat am Freitag, 30. November, im Rathaus Düsseldorferinnen und Düsseldorfer mit dem Martinstaler geehrt, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagiert haben.

Um die Arbeit dieser stillen Helfer zu würdigen, sind Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger jedes Jahr aufgerufen, Mitmenschen für den Martinstaler vorzuschlagen, die sich durch besonders vorbildliches ehrenamtliches Handeln verdient gemacht haben.

Häufig spielt sich deren Einsatz im Verborgenen ab. Sie kümmern sich um andere, ohne großes Aufheben darum zu machen. Ihnen wird mit dieser Ehrung gedankt und der Ehrenamtsarbeit wird in einem würdevollen Rahmen eine Wertschätzung verliehen. Jeder erhielt eine Urkunde und eine Plakette mit dem Bild des St. Martin.

"Ein Ehrenamt ist entscheidend für den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft. Gäbe es nicht so viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, die sich uneigennützig für ihre Mitmenschen engagieren, wäre Düsseldorf nicht die liebenswerte Stadt, die wir alle schätzen und lieben", erklärte Oberbürgermeister Thomas Geisel. Er dankte allen Preisträgerinnen und Preisträgern für ihre segensreiche Arbeit. Der Martinstaler wird in diesem Jahr zum 17. Mal verliehen.

Folgende Preisträgerinnen und Preisträger werden 2018 geehrt:

Hetti Henke ist seit 45 Jahren in der katholischen Gemeindearbeit tätig. Sie gründete und leitet bis heute Basare und den Secondhandladen der Kirchengemeinde St. Agnes in Kaiserswerth, deren Erlöse an bedürftige Menschen in Düsseldorf und der ganzen Welt gehen.

Detlef Hütten ist aktiv im Brauchtum, unter anderem im Vorstand des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf 1316 e.V. sowie als Vorsitzender der Vereinigung der Freunde des Martinsfestes Düsseldorf 1926 e.V. Außerdem ist er ehrenamtlich in der Pfarrgemeinde St. Lambertus als Kirchenführer und Krippenbauer tätig.

Rosemarie König engagiert sich seit mehr als elf Jahren ehrenamtlich in der Arbeit mit alten Menschen im Stammhaus Kaiserswerth der Diakonie Düsseldorf und leitet das Literatur-Café im "zentrum plus" in Kaiserswerth.

Manes Meckenstock ist Gründer und erster Vorsitzender des gemeinnützigen Kulturfördervereins Himmel & Ähd e.V., der sich für die Förderung von Kleinkunst und Kultur in Düsseldorf einsetzt. Er organisiert außerdem Benefiz-Auktionen und Trödelmärkte für gemeinnützige Organisationen und Projekte.

Dagmar Neugebauer ist seit über zehn Jahren im sozialen Bereich tätig. Sie hat unter anderem das Sachspendenlager in Gerresheim mit aufgebaut und organisiert dafür unermüdlich Sachspenden. Darüber hinaus kümmert sie sich um junge, in Not geratene Familien mit kleinen Kindern und hilft im Kinderhospiz Regenbogenland.

Peter Ries ist seit über 30 Jahren(*) im Rahmen der Nachbarschaftshilfe sowie in der Kriminalprävention in Garath aktiv. Er hilft beispielsweise Menschen bei Behördengängen und war der erste männliche "grüne Engel" im Benrather Krankenhaus. Zudem ist er Mitglied im Heimatverein Garather Jonges, hat die Patenschaft für die Garather Bürgerwiese übernommen und engagiert sich als Mitglied im Seniorenbeirat, im Beirat für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Düsseldorf und im Sozialverband VdK.

Erich Schmitz hilft an drei Sonntagen im Monat ehrenamtlich im Altenheim an der Bruhnstraße und ist dort die gute Seele des Hauses. Außerdem engagiert er sich beim Suchtnotruf.

Nathalie Sebetzky hat seit fast 20 Jahren mehrere Ehrenämter inne: Sie ist Schöffin beim Landgericht, aktiv im Kindergarten und in der Schule. Darüber hinaus ist sie Leiterin der Kommunions-Vorbereitung und Spielplatzpatin. Zudem stellte sie alleine eine Typisierungsaktion für einen leukämiekranken jungen Mann auf die Beine.

Susanne Volkmann gründete die Organisation Bal Balika Nepal, mit einem rollenden Hospital und einem wechselnden Team aus Kinderärzten und Freunden. Sie baute ein Mutter-Kind-Gesundheits-Zentrum und investiert dafür regelmäßig einen Teil ihres Jahresurlaubs.

Christoph Wicharz gehört seit über 40 Jahren als ehrenamtlicher Feuerwehrmann der Löschgruppe Hubbelrath an. In der gesamten Zeit seiner Zugehörigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf hatte er viele verschiedene Funktionen inne. So war er unter anderem als Löschgruppenführer und 2. stellvertretender Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes tätig.

Preisträger "Neue Wege des bürgerschaftlichen Engagements"

In der Kategorie "Neue Wege des bürgerschaftlichen Engagements", bei der neue, innovative Ideen ehrenamtlichen Engagements gewürdigt werden, wurden ausgezeichnet:

Das Magazin "ImPuls", Hauszeitung des "zentrum plus" der AWO in Unterbilk, wird als besonders innovatives Projekt geehrt. Vor zehn Jahren entstand in einem kleinen Kreis von engagierten Ehrenamtlichen im "zentrum plus" in Unterbilk die Idee, mit einer eigenen Hauszeitung die Angebote der Einrichtung bekannter zu machen. Der Arbeitskreis, Personen zwischen 66 und 78 Jahren, hat sich in kontinuierlicher Arbeit und mit hohem Engagement das nötige Fachwissen angeeignet und sich mit viel Eifer und beachtlichem Zeitaufwand für die Erstellung des Magazins "ImPuls" eingesetzt. Inzwischen hat sich "ImPuls" mit einem hohen Wiedererkennungswert einen festen Platz im Stadtbezirk erobert und ist ein wichtiges Informationsmedium für alle "zentrum plus"-Besucherinnen und Besucher. Die Zeitschrift greift seniorenrelevante Themen in ansprechender Form auf, informiert über Aktuelles und lädt zu Aktivitäten ein, die die Leserschaft sowohl mit dem Zentrum als auch miteinander verbindet.

Der Verein Refugee Law Clinic Düsseldorf, Mitte 2015 von Studierenden und Engagierten gegründet, bietet Geflüchteten und Asylsuchenden seit April 2017 eine kostenlose Rechtsberatung an. Dabei unterstützt er unter anderem bei Antragstellungen und Behördengängen. Die Beratenden werden fortlaufend im Asyl- und Migrationsrecht geschult und arbeiten mit Volljuristinnen und -juristen des Asyl- und Migrationsrechts sowie Dolmetscherinnen und Dolmetschern zusammen, um eine hohe Beratungsqualität zu gewährleisten. Die ersten Refugee Law Clinics in Deutschland entstanden vor rund zehn Jahren. Die Kernidee: mit der kostenlosen Rechtsberatung durch Jurastudierende einen Beitrag zu fairen Verfahren für Flüchtlinge zu leisten.


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