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Die "Kalifornische Ideologie" und die Linke

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Hubots (Human Robots) aus der TV-Serie »Real Humans«, © arte

Der Spiegel fragte neulich in einem Leitartikel seine Leser: »Das Morgen-Land: Im Silicon Valley formt sich eine neue Elite, die nicht nur bestimmen will, was wir konsumieren, sondern wie wir leben. Sie will die Welt verändern und keine Vorschriften akzeptieren. Müssen wir sie stoppen?« Auch das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und derFrankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung haben schon früh vor einer Netzeuphorie gewarnt und sich kritisch mit dersharing economy, einem wichtigen Phänomen der »kalifornischen Ideologie« befasst.1 In der deutschen Linken dagegen scheint das Thema verspätet und auch noch nicht in seiner ganzen Reichweite angekommen zu sein. Erst durch die Enthüllungen Edward Snowdens zur NSA sind mehr Menschen aufgewacht und haben sich mit den Möglichkeiten digitaler Überwachung beschäftigt. Bis dato zogen es großen Teile der Linken eher vor, technische Entwicklungen einfach zu ignorieren, und verweigerten damit die notwendige Auseinandersetzung mit den gewaltigen gesellschaftlichen Veränderungen, die damit verbunden sind. Woran mag das liegen? 
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