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Der Reise-Geheimtipp 2018: Georgien

Keli lake

Waren Sie schon in Georgien? Nein? Dann nichts wie hin, denn das kleine Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien ist noch ein Geheimtipp unter Reisenden. Mit seinem großen Auftritt als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2018 könnte sich das aber schnell ändern.


Es ist diese eine Frage, die man sich vom ersten Tag der Reise an stellt: Warum bin ich nicht schon früher nach Georgien gereist? Die Antwort scheint angesichts der turbulenten Vergangenheit einfach: 70 Jahre sowjetische Besatzungszeit bis 1992, darauf folgender Bürgerkrieg, bis zur Jahrtausendwende grassierende Kriminalität und Korruption sowie der Kurzkrieg vor zehn Jahren um die abtrünnigen Republiken Abchasien und Südossetien.

Doch das alles ist Vergangenheit. Das kleine Land am Kaukasus, das im Süden von der Türkei und Armenien, im Osten von Aserbaidschan und im Norden von Russland umgeben ist, blickt in die Zukunft - und die scheint rosig zu werden.


Stylische Unterkünfte ab neun Euro

In der Hauptstadt Tbilisi (Tiflis) ist ein Hotelboom ausgebrochen. Wer eine stylische Unterkunft sucht, kann für Preise ab neun Euro in dem derzeit coolsten, existierenden Hostel „Fabrika" übernachten. Oder ab 100 Euro im Doppelzimmer mit Frühstück in Boutiquehotels wie dem zentrumsnah gelegenen „Shota Rustaveli", das nach dem berühmtesten Dichter des Landes benannt ist.


Noch ungewöhnlicher ist das „Stamba", ein Designhotel, das in einem alten sowjetischen Verlagshaus untergebracht ist und von jungen Leuten mit Tattoos, Piercings und wilden Frisuren betrieben wird. Im nächsten Jahr sollen mehr als 30 neue Unterkünfte in der Hauptstadt entstehen, was zeigt, wie sehr das Land im Aufwind ist.


Ein Land, das alles hat: Berge, Meer, Wein, Kultur und herzliche Menschen

Denn hier gibt es auf einer Fläche vergleichbar mit Bayern eine außergewöhnliche Vielfalt zu erleben: Unberührte Landschaften im Kaukasus mit bis zu 5000 Meter hohen Bergen und Gletschern. Badestrände an der Küste des Schwarzen Meeres.

Weinanbaugebiete, die sich mit ihrer 8000 Jahre alten Tradition als die ältesten der Welt rühmen. Pittoreske Klosteranlagen und Kirchenkunst - Georgien gilt als Wiege der christlichen Religion.


Drei Unesco-Weltkulturerbestätten, in den Fels getriebene Höhlenstädte, archäologische Ausgrabungen, ein Teil der alten Seidenstraße sowie eine ausgeprägte Ess- und Trinkkultur mit dem berühmten Tamada, dem Tischmeister, der für Trinksprüche zuständig ist. Gagimardschos, auf das nächste Reiseziel!

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