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Nico Schneck - ein Schwabe trifft auf den VfB Stuttgart

Nico Schneck wurde direkt von der Universität auf die Trainer-Bank gecastet

Nico Schneck hat eine steile Karriere hinter sich. Der gebürtige Pfullendorfer wechselte von der Universität in den Profi-Fußball. Für Jahn Regensburg und Bayer 04 Leverkusen unterbrach er sogar sein Studium und ist nun Co-Trainer von Heiko Herrlich.


Beim VfB Stuttgart muss Nico Schneck nicht lange überlegen: "Für mich ganz klar ein Rivale, weil wir am Freitag gegeneinander spielen." Ansonsten hat der Co-Trainer von Bayer 04 Leverkusen keine persönliche Beziehung zu den Schwaben - "weder positiv noch negativ".

Dabei ist der 31-Jährige in Oberschwaben aufgewachsen und hat 45 Liga-Spiele im zentralen Mittelfeld des SC 04 Tuttlingen in der Landesliga absolviert. Anschließend hat er noch einmal 43 Spiele in der Regionalliga für den SC Pfullendorf draufgelegt. Doch schon 2011 zog es ihn nach Nordrhein-Westfalen - erst zu Arminia Bielefeld und dann zum SV Rödinghausen.


Schneck pflegt losen Kontakt nach Pfullendorf und Tuttlingen

Der Draht nach Pfullendorf ist jedoch nicht gänzlich verglüht. "Ich habe auf jeden Fall noch den einen oder anderen Kontakt. Aber dadurch, dass jetzt einige Jahre vergangen sind und die Fluktuation in den Vereinen auch immer recht groß ist, ist kaum noch einer der Spieler im Kader, mit denen ich früher zusammengespielt habe."


Nach Tuttlingen ist der Draht schon etwas dicker, seitdem Ertan Tasdemirci dort zum Cheftrainer befördert wurde, den Schneck als "guten Freund" bezeichnet. "Es ist schon so, dass ich immer mal schaue, was die Jungs so machen - einfach aufgrund der persönlichen Beziehung zu dem einen oder dem anderen."


Von der Vorlesung auf die Trainer-Bank

Zum VfB Stuttgart hatte Schneck damals keinen Draht. Am Freitagabend wird er wieder neben Heiko Herrlich auf der Bank sitzen. Seit Herrlich den damals 29-Jährigen direkt von der Uni in den Trainerstab seines damaligen Klubs Jahn Regensburg geholt hat, ist der Draht zum Leverkusener Cheftrainer recht kurz. Für ihn pausiert er sogar mit dem Studium.

Jahn Regensburg war nach dem Aufstieg in die 3. Liga auf der Suche nach einer Veränderung im Trainer-Team. Und so hat sich der Sportwissenschaftler dort beworben. "Ich bin dann zum Vorstellungsgespräch nach Regensburg gefahren, habe mit Geschäftsführer Christian Keller und dem Jugendleiter gesprochen; dort habe ich auch Heiko Herrlich kennengelernt. Es ging einfach darum, herauszufinden, ob es eine gemeinsame Basis für eine Zusammenarbeit gibt. Und das hat dann funktioniert."


Die Bundesliga lässt Schneck keine Zeit fürs Studium

Als Herrlich nach Regensburgs Zweitliga-Aufstieg zu Bayer Leverkusen wechselte, nahm er Schneck mit ins Rheinland. Fürs Studium war dann keine Zeit mehr: "An der Situation hat sich nichts geändert." Doch Schneck konnte auch ohne Abschluss in der Bundesliga reüssieren. "Ich habe die ganzen Seminare abgeschlossen und alle Prüfungen bestanden. Das einzige, was mir jetzt noch fehlt, ist der Abschluss der Bachelor-Arbeit. Aber das Wissen habe ich mir ja trotzdem angeeignet." Der Abschluss stehe noch auf Schnecks Agenda, aber "dadurch, dass das keine zwingende Voraussetzung für den Job darstellt, ist es für mich jetzt nicht ganz so relevant, ob ich das Studium heute oder morgen abschließe".

Den VfB Stuttgart hat Nico Schneck jedoch ausgiebig studiert - auch, wenn er nicht verraten möchte, welche Schlüsse er aus diesem Studium gezogen hat. "Wir wollen zu Null spielen und weniger Gegentore bekommen - und das gilt auch für Freitag."

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