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WM 2014: Das ist neu: Schiris werden zu Sprayern [1]

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Darauf hat die Welt gewartet. Oder doch nicht? Damit die Spieler bei Freistößen während der WM auch garantiert weit genug vom Ball entfernt stehen, wird erstmals bei einem großen Turnier das Freistoß-Spray eingesetzt. Ob das wirklich flüssig läuft? Schaum mer mal. Es wird in jedem Fall die am häufigsten eingesetzte Neuerung der WM sein.

9,15 Meter. So groß muss der Abstand der Mauer zum Ball sein. Bei der WM wird das den verteidigenden Spielern mit der Schaumlinie aus der Spraydose angezeigt. Für 45 Sekunden ist diese Linie sichtbar, danach verschwindet sie - wie von Zauberhand.

Für den Rasen soll die Flüssiggassubstanz vollkommen harmlos sein. Der Schaum sei biologisch abbaubar, versichert das argentinische Unternehmen, das das Spray herstellt. Getestet wurde das neue Verfahren bei der U20-WM 2013 in der Türkei.

Das Freistoßspray ist nicht die einzige Neuerung bei dieser WM. Erstmals wird auch die Torlinientechnologie eingesetzt. Eine Wembley-Wiederholung ist damit unmöglich. Überschreitet der Ball die Torlinie, wird ein Signal an die Schiedsrichteruhr übermittelt.

Der Schiri kann dann allerdings noch selbst entscheiden, ob er seinem Gefühl oder der modernen Technik vertraut. Das System „GoalControl" arbeitet mit sieben Hochgeschwindigkeitskameras pro Torseite. Es setzte sich gegen das Alternativsystem, den Chip im Ball, bei der FIFA durch.

Nichts neues gibt's von der Sperren-Front. Nach zwei Gelben Karten muss ein Spieler für eine Partie aussetzen. Seit 2010 werden die Verwarnungen allerdings nach dem Viertelfinale gelöscht. Dramen wie 2002, als Michael Ballack wegen einer Gelbsperre das WM-Finale verpasste, sind damit ausgeschlossen.

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