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Wie kann man jetzt noch unentschlossen sein?

Wahlplakate in berlin

Wahlkampf in Deutschland

Jüngst schrieb WELT-Autor Philip Cassier, dass er seine Wahl per „Demokratenlotto" treffen werde. Es käme eh nicht drauf an. Wirklich? Es gibt doch klare Alternativen - und es steht zu viel auf dem Spiel.


„Ich weiß nur, wen ich auf gar keinen Fall wähle." So lautet die Überschrift eines Beitrags von WELT-Autor Philip Cassier. Er beschrieb, dass er vor der Bundestagswahl ein Problem habe, weil er nicht wisse, welcher Partei er seine Stimme geben solle.


Vielleicht der CDU? Der SPD? Möglicherweise den Grünen? Oder der FDP? Letztlich sei es egal, wer mit wem regiere, schrieb der Autor. Es werde so oder so auf ein „Durchwursteln" und „Über-den-Tag-Kommen" hinauslaufen.


Eines Nachts fand er jedoch einen Ausweg aus dem Dilemma. „Ich spiele ,Demokratenlotto': Ich beschrifte vier Tischtennisbälle und tue sie in ein Bonbonglas. Dann drücke ich die Augen zu, mische und ziehe einen Ball. Die Partei, die er zeigt, bekommt meine Stimme."

Ich habe mir in den darauffolgenden Tagen viele Gedanken gemacht; etwas blieb hängen. 


Denn ich hatte meine Zweifel am „Demokratenlotto" - und habe sie noch immer. Ich weiß aber auch, dass Cassier mit seinen Zweifeln an den einzelnen Parteien nicht alleine ist. Das zeigen schon die 1100 Nutzer, die seinen Artikel kommentiert haben. Eine beachtliche Zahl, er hat da offenbar einen Nerv getroffen.

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