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Nelson Mandela: Kämpfer für eine bessere Welt | Duda.news

Nelson Mandela kämpfte sein ganzes Leben für die Gleichstellung von Schwarzen und Weißen - und opferte dafür seine Freiheit. (Foto: dpa)

An zahlreichen Straßenecken und in vielen Einkaufsläden in Südafrika hängen Bilder von ihm, auf Postkarten ist er abgebildet und wenn man die Menschen auf ihn anspricht, fangen sie an zu lächeln: Die Rede ist von Nelson Mandela. Heute vor 100 Jahren wurde er geboren und er ist bis heute etwas ganz Besonderes für viele Menschen in Südafrika. Das Land liegt ganz im Süden des afrikanischen Kontinents, 9200 Kilometer von Deutschland entfernt - das ist so weit weg, wie wenn du 20 Mal von Köln nach Berlin fährst. Warum ist Mandela so beliebt?

Nelson Mandela gilt bis heute als eine der wichtigsten Personen, die für die Freiheit und die Rechte der Schwarzen in Südafrika gekämpft hat. Menschen mit weißer Haut haben dort Leute mit dunkler Haut unterdrückt. Vor 70 Jahren wurde dann sogar die sogenannte Apartheid eingeführt. Auf der afrikanischen Sprache Afrikaans heißt das „Trennung".

In Südafrika wurden die Menschen mit weißer Hautfarbe von denen mit schwarzer Hautfarbe getrennt und die Weißen bestimmten alles: Kinder mit dunkler Haut durften nicht auf die gleiche Schule gehen wie Kinder mit heller Haut, Weiße und Schwarze sollten auf der Straße nicht miteinander sprechen und Schwarze mussten weit außerhalb der Stadt in armen Gebieten wohnen. Sie durften auch nicht wählen, wer ihr Staatsoberhaupt sein sollte. Die Weißen hatten über alles das Sagen. Gegen dieses Apartheid-System hat Nelson Mandela gekämpft.

Was hat er gemacht?

Schon seit seiner Jugend interessierte er sich für Politik und kämpfte dafür, dass es den Schwarzen besser geht. Er nahm an vielen Demonstrationen teil und engagierte sich im African National Congress (ANC). Der ANC war so etwas wie eine Partei, die sich für die Rechte der Schwarzen einsetzte.

Am Anfang arbeitete der ANC ohne Gewalt - sie wollten friedlich für mehr Rechte kämpfen. Doch immer mehr Schwarze wurden in Südafrika umgebracht. Und deshalb fand Mandela, dass auch Widerstand mit Gewalt in Ordnung sei. Er sagte, dass die Regierung auf den friedlichen Protest nicht eingegangen sei und die Apartheid immer schlimmer werde.

Wie ging es weiter?

Der Kampf von Nelson Mandela und dem ANC gefiel der Regierung in Südafrika nicht. Im Jahr 1962 wurde Mandela verhaftet - und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er die Regierung stürzen wollte. Die meiste Zeit der Strafe saß er im Gefängnis auf Robben Island. Das ist eine Insel, die vor der Stadt Kapstadt liegt. Wenn man dort am Strand oder im Hafen steht, kann man die Gefängnis-Insel sehen. So erinnert sie bis heute an die lange Strafe von Nelson Mandela.

Im Gefängnis änderte Mandela dann seine Meinung: Er wollte keine Gewalt mehr anwenden, um Veränderung in Südafrika zu erzielen. Stattdessen beschäftigte er sich weiter mit Politik und sprach auch mit seinen Mitgefangenen viel darüber.

Ist er frei gekommen?

Ja. Während seiner Zeit im Gefängnis erhöhten die Schwarzen den Druck auf die Regierung. Schließlich schafften sie es: Das Apartheid-System wurde abgeschafft und Nelson Mandela freigelassen - nach 27 Jahren. Bis zuletzt hatte er an seinen Träumen festgehalten: dass Schwarze und Weiße gleiche Rechte haben. Deswegen war seine Freilassung für viele Menschen in Südafrika einer der schönsten Tage in ihrem Leben.

Wenn sie heute darüber erzählen, fangen ihre Augen an zu strahlen. Auch wenn die Freilassung schon rund 25 Jahren her ist: Mandela ist ihr Held, weil er sich für sie eingesetzt hat. Als Mandela aus dem Gefängnis kam, ging er übrigens wieder in die Politik und wurde 1994 sogar Präsident Südafrikas. Vor fünf Jahren starb er, da war er 95 Jahre alt.

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