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bayrischer Postfaschismus

bayrischer Postfaschismus
„Verbrennt mich! Nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbande gelangen. Verbrennt die Werke des deutschen Geistes! Er selber wird unauslöschlich sein wie eure Schmach!“

hatte er geschrieben, nach dem er zu einer Vortragsreise nach Wien gefahren war, wo er Mitglied der Vereinigung sozialistischer Schriftsteller wurde. Dies war der Beginn seines anfangs freiwilligen Exils. Da seine Bücher nicht der Bücherverbrennung durch die Nazis zum Opfer fielen und ihre Lektüre sogar empfohlen wurde, veröffentlichte er am 12. Mai 1933 in der Wiener Arbeiter-Zeitung den obigen Aufruf.Graf-Matinee MRSZWIRBL.DE bayrischer Postfaschismus

Seine Heimatstadt und sein Heimatdorf sind ihm bis heute fremd: Nach Jahrzehnten gibt es Annäherungen, denn die Exilanten waren ja im bayrischen Postfaschismus "untreue Gesellen". München war schnell wieder bieder geworden im Wiederaufbau, und die Lehrer prügelten weiter. Wie es ein Tölpel-Prinzessin in Regensburg immer noch gut findet, nach dem Aufdecken des bestialischen Straf-Systems und den Mißbrauchs-Geschichten, von denen viele nicht mehr reden konnten, weil sie sich umgebracht hatten.

Als Hildegard Hamm-Brücher ca 1967 das Prügeln in der Schule im Bayrischen Landtag abzuschaffen forderte, hörte sie entsprechende Sätze: "A gscheide Watschn hod no koam gschodt!" riefen die, die den eigenen Schaden immer bestreiten würden: Die militarisierende Brutalität der Nazis wirkt bis heute im Innenminister weiter, der zu jedem unpassenden Anlass jeweils härtere Strafen fordert:

Strafen war ein Lieblingsthema der Nazis, nicht nur im Volksgerichtshof Freisler, mit Richtern wie dem unsäglichen Maunz, berühmter Gesetzes-Kommentator, "des Führers Wille ist Gesetz", kurzzeitig Kultusminister der CSU in Bayern, bis ihn die Studentenproteste mit manchen anderen Nazi-Professoren wegwehten: den Doktorvater des späteren Bundespräsidenten Herzog ...
Oskar Maria Graf zum Geburtstag:
Was würde er heute schreiben über das treiben in der Stadt, am Land,
wikipedia.org/wiki/Oskar_Maria_Graf

wikipedia.org/wiki/Oskar_Maria_Graf

https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Maria_Graf

Oskar Graf wurde am 22. Juli 1894 als neuntes von elf Kindern ...

Im Jahre 1911 floh er vor den Misshandlungen seines Bruders Max nach München, in der Hoffnung, sich eine Existenz als Dichter aufbauen zu können.

Er schloss sich dort Bohème-Kreisen an und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten, etwa als Posthelfer oder Liftboy durch. ....

Er unternahm erste literarische Bemühungen und wurde Schriftführer der Gruppe „Tat“ um den sozialistischen Schriftsteller Erich Mühsam. ...

In den Jahren 1912/13 war er als Vagabund in der Reformersiedlung „Anarchistenkolonie“ auf dem Monte Verità bei Ascona und in Oberitalien unterwegs, begleitet von dem Maler Georg Schrimpf, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband.

Zeitweise arbeiteten beide in der Künstler- und Reformer-Kolonie Monte Verità bei deren Gründern, den Brüdern Karl (1875–1920) und Gusto Gräser.
bayrischer Postfaschismus
MRSZWIRBL-DE in der OMGraf-Matinee

MRSZWIRBL.DE in der Oskar Maria Graf-Matinee in der Monacensia München

Graf kritisierte in der Nachkriegszeit die Anpassung der Münchner und Bayern (an ein wirkliches "Deutschland" glaubte er nie, in der Ansammlung einander unverständlicher Dialekte)

an nun zwei Regierungen, die der Besatzer und die eigene ...

die dann doch wieder weitgehend aus der Nazi-Zeit stammte und deren Programme verwirklichte:

Gefälschte Familien-Idyllen und alte Obrigkeits-Gläubigkeit wie katholische Unterwürfigkeit, die seiner Kritik von 1932 immer noch entsprach:

Es gab Katholiken und Bolschewisten, was bedeutet, dass die reaktionäre Presse der Besitzenden jede Unterscheidung von Anarchismus, Sozialismus, Mehrheits-Sozialdemokratie und Kommunismus verweigerte, das schlichte Freund-Feind-Schema der Zwei-Staaten-Lösung nachbildete, die alle hin nahmen, und gleichzeitig offiziell bestritten.
Postfaschismus in der Anbetung der heiligen Arbeitsplätze, Auto-Industrie und Waffengeschäfte
MRSZWIRBL-DE in der OMGraf-MatineeAls München in den 60er Jahren auto-gerecht zugerichtet werden sollte, begann die Autobahn-Planung vierspurig beim Deutschen Museum nach Nürnberg, der Gasteig, Innere Wiener Straße und Wiener Platz, Max-Weber Platz, alles wäre Autobahn, wie es ja auch Teile des Altstadtrings geworden waren. Erst nach 1980 wurde die Vorplanung aufgehoben, die Häuser konnten renoviert werden.

Der Führer hatte ähnliche Planungen, die im NS-Dokuzentrum zu sehen sind: Auch ein wenig zur schief gegangen "Entnazifizierung", die zuerst durch gegenseitige Persil-Scheine unterlaufen, dann 1951 durch eine einstimmige Rücknahme im Bundestag vollkommen zurück genommen wurde: Alle Beamten, Richter und nicht verurteilten wieder an ihren Plätzen.

Unterwürfiges Schweigen breitete sich über das folgende Jahrzehnt, das nun die Nazi-Pläne weiter verwirklichte: Häuschen bauen, Autobahnen, Kleinfamilien-Idyllen, eine Lüge der internationalen Ausbeutung, Kolonialisierung bis heute, das Leben auf Kosten anderer Regionen, die zum Teufel gehen, mit samt dem Klima, von der NATO in Schach gehalten.
Mitten im tiefsten Frieden bestreiten wir anderen das Existenzrecht
und lassen sie im Mittelmeer ersaufen, das ist der bürgerliche Rassismus mit anderen Mitteln.
"Obergrenze" ist die Verweigerung von Asylrecht und Gesetzesbruch
und die Einzelfall-Entscheidung wird durch Länder-Richtlinien aufgehoben, ausgeführt in Landratsämtern bei Androhung von Zwangsversetzung oder Entlassung bei Erteilung von Arbeits-Erlaubnissen, wie zumindest Mitarbeitende berichten.
www.MRSZWIRBL.de

Oskar Maria Graf Lesung

 
bayrischer Postfaschismus führt nur Befehle aus
die dann in weiterer Sicht tödlich sind; und auch, wenn das ganze Land so ist, die Vorrechte der Motorisierten üben in den Städten den wirklichen Terror aus:

Kinder werden aus Überlebens-Angst auf Ampelmännchen getrimmt, sogar die Angst vor Radfahrern wird ihnen eingeschärft,

obwohl die selten so tödlich sind wie die immer breiter und schwerer werden Zwei-Tonnen-Karossen mit irrsinnigen Auspuff-Werten, Investoren-freundlich mit Mogel-Software herunter getestet.

Dazwischen knatternde stinkende Motorräder und alte nostalgische Abgas-Schleudern als Party- und Touristen-Busse, unsere Gesundheit ist nicht schützenswert.
Zieh doch auf's Land ...
da ist es teilweise noch schlimmer: Auto-Abhängigkeit (wer würde schon Nahverkehr benutzen?)

zwischen bigottem Katholizismus und alter faschistischer Rechthaberei der Reicheren, die in der Staatspartei "anschaffen".
Hausbesitz gibt Sonderrechte
und auch wenn der Alt-OB Münchens, Hans-Jochen Vogel, nun altersweise von der Gemeinwohl-Bindung des Eigentums in der bayrischen Verfassung spricht: Niemand wird den planerischen Mehrwert für die Gemeinschaft abschöpfen, wo seit Franz J. Strauß sogar die Steuerbeamten eingespart werden, damit die Unternehmen nicht mit Abgaben gequält werden.

Dazu gibt es jetzt noch das Heer der Juristen in den privilegierten Steuerbetrugs-Konzernen, die mit ihren dunkelblauen und schwarzen Anzügen in der Mittagspause den Rosenheimer Platz und die Alte Messe wie Schmeißfliegen überziehen: Was kann man noch auf die diversen Steuer-Oasen verschieben, damit es nicht zum Fiskus kommt?

Gleichzeitig regnets in manchen Schulen rein, in denen alter Stoff wie in der Kaiserzeit gepaukt wird.

Noch Fragment, weiter geht's nach Kommentaren,

und manche Quellen im Wiki

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