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Mauerbau 1961: „Der Osten handelt - Der Westen tut NICHTS!" - WELT

Mauerbau 1961

Am 13. August 1961 zementierte das SED-Regime die innerstädtische Grenze Berlins. Die Menschen in den beiden Teilen der Stadt reagierten verzweifelt, während die Politik sich auffällig zurückhielt.

Am 13. August 1961 zementierte das SED-Regime die innerstädtische Grenze Berlins. Die Menschen in den beiden Teilen der Stadt reagierten verzweifelt, während die Politik sich auffällig zurückhielt.


Genau um fünf Minuten nach ein Uhr morgens gehen in Berlin-Mitte die Lichter aus. Die sonst hell angestrahlten Steinsäulen des Brandenburger Tors sind plötzlich nur noch zu erahnen. Eine unheimliche Stille legt sich über den Pariser Platz. In diesen Minuten ziehen rund um West-Berlin mehr als zehntausend Volkspolizisten der DDR auf, außerdem bewaffnete Milizionäre, die „ Kampfgruppen der Arbeiterklasse " sowie Einheiten von der Nationalen Volksarmee. Doch was ist ihr Ziel?



Männer mit Sturmgewehren stehen vor Schützenpanzern und Wasserwerfern, um sicherzustellen, dass ihr Vorhaben gelingt. Der Befehl lautet: Eventuelle Angriffe oder „feindliche Handlungen" mit Gegenmaßnahmen zu beenden.


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