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Airbus-Absturz - ÖJC-Medienrat erinnert an Opfer- und Täterschutz im österreichischen Medienrecht

Journalisten sollen in der Berichterstattung unbedingt die Würde der Opfer und die des mutmaßlichen Täters  erhalten

 

Wien, 29. März 2015 - Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) und sein Medienrat  ersuchen alle österreichischen Journalisten dringend, auch in dem stark in der Öffentlichkeit diskutierten Airbus-Absturz, die Würde der Opfer und auch die des mutmaßlichen Täters zu gewährleisten.


Dazu gehören, die „Verpixelung“ von Fotos und Videos in denen man Personen erkennen kann und der Schutz von Namen und der Privatsphäre der Beteiligten.


„Als österreichische Journalisten müssen wir nicht ausführlicher als die Kolleginnen und Kollegen berichten, deren Länder direkt betroffen sind“, ruft ÖJC-Präsident Fred Turnheim zur Beruhigung in der Berichterstattung über die Hintergründe, die zum tragischen Absturz des Germanwings-Airbus geführt haben, auf.


Das vorschnelle Ziehen von Schlüssen kann nur Spekulation sein, aber nicht Teil einer seriösen Berichterstattung. Besonders schlecht für das Image von uns Journalisten ist es, wenn falsche Fotos gezeigt werden. Die Wiedergabe von Ferndiagnosen selbsternannter „Experten“  ist kein Qualitätsjournalismus. Besonders in solchen tragischen Situationen ist ein behutsamer Journalismus gefragt, der nur Fakten  transportiert.