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Kleingarten-Deal bei WKStA angezeigt

Ein deutsches Sprichwort besagt: Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun. In der Wiener Donaustadt lautet der Satz mittlerweile wahrscheinlich anders, denn der Garten macht dort vor allem Schlagzeilen. Wie die Wiener Zeitung vergangene Woche berichtete, soll der SPÖ-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy 2020 ein Grundstück in einer Kleingartensiedlung gekauft haben - durch eine spätere Umwidmung des Wiener Gemeinderats ist es nun das doppelte wert. Laut Ö1-„Morgenjournal" hätten von diesem Beschluss nicht nur Nevrivy, sondern auch andere SPÖ-Politikerinnen profitiert. Der Fall erinnert an die kontroversen Grundstücks-Deals von Alfred Riedl (ÖVP), Bürgermeister von Grafenwörth.

Die WKStA bestätigte dem profil nun, dass bereits eine Anzeige gegen eine Person vorliege. Man prüfe jetzt die Zuständigkeit und den Anfangsverdacht. Ob es sich bei der Person um Nevrivy handelt, wollte die Behörde nicht sagen.

Gegenüber dem Standard wies Nevrivy eine Einflussnahme auf das Widmungsverfahren "in welcher Weise auch immer" zurück.

Noch ist unklar, ob es überhaupt zu einem Ermittlungsverfahren kommt.

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