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Warum das Liebesglück nach 20 Jahren vorbei sein kann

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Je länger ein Paar zusammen ist, umso geringer die Trennungsgefahr. Aber selbstverständlich sollten sich die Partner und ihr Liebesglück trotzdem nicht nehmen.

Wenn die Liebe nach vielen gemeinsamen Jahren verfliegt, ist das besonders schmerzhaft.

Statistisch gilt diese Formel tatsächlich. Die meisten Paare scheitern nämlich in den ersten Jahren, wenn die märchenhafte Verliebtheitsphase nachlässt und das Happy End in Frage gestellt wird. Das berühmte, verflixte 7. Jahr ist heute, in Zeiten von Beziehungsunfähigkeit und Wisch & Weg, eher ein Grund zum feiern als zum Fürchten

.

Wer es bis dahin miteinander durchsteht, beweist ein überdurchschnittliches Durchhaltevermögen. Alles über zehn Jahre ist sowieso eine Langzeitbeziehung. Hoffnung macht, dass deutsche Ehen seit einiger Zeit im Schnitt wieder länger dauern und seltener geschieden werden.


Immer wieder scheitern sogar Paare, die über 20 Jahre miteinander verbracht haben. "Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage" klingt dann wie eine Drohung und nicht wie ein Versprechen. 


So viel Liebe, so viele Gefühle und so viele Anstrengungen - umsonst? Die gemeinsamen Erlebnisse, die Erinnerungen an einzigartige Momente - wie kann es passieren, dass sie nicht mehr wichtig sein sollen?

Beziehungsdauer ist nicht gleichbedeutend mit Beziehungsglück. 


In einer lieblosen Partnerschaft kann es sehr einsam sein. Das ist auch der Grund, weshalb Paare sich trennen, die es eigentlich beinahe "geschafft" haben. Es macht traurig, solche Beziehungen auseinander gehen zu sehen.


In der Beratung erlebe ich, dass einer Trennung nach solch langer Zeit eine schmerzhafte Phase von Zweifeln und Grübeln vorangegangen ist. Dabei geht es übrigens selten um Sex. Häufiger ertrinkt die Liebe beispielsweise in übermäßigem Alkoholgenuß. Es kann auch vorkommen, dass sich ein Partner neu verliebt. Meist ist das jedoch eher eine Flucht aus der Gewohnheit und der Wunsch, das Herzklopfen von früher noch einmal zu erleben. Zum Trennungsgrund muss das nicht werden, wenn das Paar die Veränderung als Chance nutzt, gemeinsam Neues zu wagen und sich ineinander neu zu verlieben.


Gelingt das nicht, drohen Affären und Seitensprünge - die führen fast immer irgendwann zum Beziehungsaus. Denn geht das Vertrauen verloren, fehlt der Liebe die Basis. Der Hauptgrund für Trennungen auch nach 20 oder 30 Jahren ist jedoch andauernder Zoff. Streit ist Grund Nummer eins für Trennungsgedanken. Deshalb ist es unerlässlich als Paar eine gute Streitkultur zu entwickeln, zu der vor allem die Fähigkeit gehört, sich danach liebevoll in den Arm nehmen zu können und zu versöhnen.


Mehr Kuscheln, mehr Nähe und vor allem mehr Küsse!

Für das immer währende Beziehungsglück gibt es keine Garantie. A ber mit gegenseitiger Achtsamkeit und Freude aneinander stehen die Chancen mit zunehmenden Jahren richtig gut. Gegen die häufigsten Alarmsignale vor der Trennung lässt sich nämlich etwas unternehmen: Mehr Kuscheln, mehr Nähe und vor allem mehr Küsse! Knutschen unterstützt nachweislich Beziehungen besser als frisch gepresste Säfte dem Immunsystem. Am liebsten täglich!

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