Liebe kann eine Brücke sein – und zum Einsturz bringen
von Eric Hegmann
Veröffentlicht: Print Article Steilvorlage für die Gegner von Liebesschlössern. Seit einigen Jahren bringen verknallte Paare an Brückengeländern Schlösser an als Zeichen ihrer Liebe. Ausgerechnet in Paris, wo der Zoff um die Schlösser jüngst besonders heftig war, ist nun ein Brückenteil unter der Last zusammen gebrochen.
Steilvorlage für die Gegner von Liebesschlössern. Seit einigen Jahren bringen verknallte Paare an Brückengeländern Schlösser an als Zeichen ihrer Liebe. Ausgerechnet in Paris, wo der Zoff um die Schlösser jüngst besonders heftig war, ist nun ein Brückenteil unter der Last zusammen gebrochen.
Eigentlich sollen die Schlösser ja Zusammengehörigkeit und Halt symbolisieren - das denken sich die verliebten Paare. Nur: die Brückengeländer können so viel Zuneigung nicht ab.
Angeblich drücken fast 100 Tonnen zusätzliches Gewicht auf den Pariser Pont des Arts. Wer sich die Masse der Liebesschlösser ansieht mag das beinahe glauben.
Liebe hat sich schon immer Symbole bedient. Das Schloss an der Brücke ist relativ neu. Aber auch wenn Skeptiker den Sinn hinterfragen: der neue Brauch, der für viele Paare bereits zum Repertoire von Hochzeitstag oder Hochzeitsreise gehört, verbreitete sich rasant. Weltweit. Keine Metropole, deren Brücken nicht vor so viel Liebe ächzen. Und nicht nur die: Hauptsache der Ausblick ist schön / romantisch und irgendwer hat ein graviertes Schloss parat. Es gibt sie auch extra in Herzform nur zu diesem Zweck.
Manches, was Verliebte tun, ist für Außenstehende eher schwierig nachzuvollziehen. So ohne euphorisierend-benebelnden Hormonrausch bleibt dem Beobachter oft nur die Flucht. Nehmen Sie die Kosenamen oder die eigene Sprache, die für die Verliebten eine exklusive Zusammengehörigkeit vermittelt - die aber bei ihrer Umwelt vor allem Mitleid provoziert. Oder „unser Lied", das eigentlich ganz grässlich klingt, doch was darf man erwarten von Sommerhits und Silvesterkrachern.
Aber genau dieses Nichtgreifbare, dieses Unbegründbare macht Liebe doch aus, oder nicht? Wir suchen Verlässlichkeit, versprechen uns gegenseitig Liebe, Zuneigung und Fürsorge und können nicht absehen, was morgen passiert.
Wir wissen eine Menge über Hormone und Botenstoffe, wir können Verliebtsein pushen durch gemeinsames Steilwandklettern, weil wir uns deren Wirkung zu nutzen machen. Aber vor vielen Dingen stehen wir ratlos. Und das ist gut so. Denn Liebe muss nicht genehmigt oder akzeptiert werden. Wer sie zeigen will, soll das tun dürfen!
Aber vielleicht wäre es an der Zeit, die Liebesschlösser gegen ein neues Symbol einzutauschen, bitte romantisch, erneuerbar, nachhaltig, authentisch ... Wann eigentlich kam die gute alte rote Rose aus der Mode? Oder lässt sich mit denen womöglich nicht mehr genug verdienen?
Eric Hegmann
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Schwerpunktthemen Partnersuche und Partnerschaft
Biete für alle Medien Beiträge rund um Partnersuche und Partnerschaft basierend auf über ein Jahrzehnt Paar- und Single-Forschung. Ich kommentiere und ordne Studienergebnisse als Paarberater, Single- und Parship-Coach ein und stehe für Experten-Interviews zur Verfügung. Als Chefredakteur des Magazins beziehungsweise freue mich mich auch über Themenvorschläge und Angebote von freie AutorInnen.
Berufserfahrungen:
Der Wahlhamburger Eric Hegmann lebt und arbeitet seit über 25 Jahren als Journalist und Autor in der Hansestadt. Seit 15 Jahren berät er Paare und Singles nach den Grundlagen der Integrativen Paartherapie, der Paartherapie nach Prof. John Gottman und der Emotionsfokussierten Paartherapie mit Schwerpunkt auf Bindungsverhalten.
Nach einer journalistischen Ausbildung arbeitete Eric Hegmann in leitenden Positionen für renommierte Zeitschriftenverlagshäuser wie Gruner+Jahr, Verlagsgruppe Milchstrasse und Heinrich Bauer Verlag. Seit 2005 veröffentlichte er zahlreiche Bücher zum Thema Partnerwahl und Beziehung, wie bei Goldmann Mosaik "Die Traumprinz-Falle" (mit der Diplom-Psychologin und Therapeutin Lisa Fischbach) oder "Die Dating Docs" (Goldmann Mosaik). Seine Longseller sind auch als überarbeitete, aktualisierte eBooks erschienen und als Download erhältlich.
Bei stern.de hat er zwei Jahre lang den Blog Generation Singles geführt.
Regelmäßig steht er den Medien als Experte und Interviewpartner zur Verfügung, Tageszeitungen wie Süddeutsche, WELT, BILD, Münchner Abendzeitung, Frankfurter Rundschau oder Frauenzeitschriften wie Joy, Gracia, OK Magazin, InTouch, Wienerin, Petra, Lisa, Lea, Cosmopolitan oder Laura und Magazinen wie Stern, FOCUS, Emotion, Mens Health, Womens Health, PM, Prinz oder Fit for Fun. Seit 2006 unterstützt er PARSHIP.de als Single-Coach und ist Mitglied im Parship-Expertenteam.
Seit 2014 ist er regelmäßig für das Sat.1 Frühstücksfernsehen als Paarberater, Single-Coach und Beziehungsexperte tätig.
Seit 2015 verbindet Eric Hegmann seine Erfahrungen als Paarberater und Coach mit seiner journalistischen Kompetenz als Chief Love Officer / Chefredakteur für das Magazin beziehungsweise.
Auftraggeber
BILD , Fem.com , OK Magazin , Sat 1 , Wunderweib.de , bauermedia.com , beziehungsweise , br.de , dpa.de , guj.de , huffingtonpost.de , klambt.de , parship.de , phoenix.de , randomhouse.de , tomorrow-focus.de , www1.wdr.de
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