Dörte Nohrden

Freie Journalistin und Texterin (Reise, Wissen, Corporate Content), Hamburg

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Interview

GEO Weltbürger: Cowboy Chris Smith, getroffen in Andalusien

GEO Weltbürger Interview mit Chris Smith, 66, Cowboy, Reit- und Pferdetrainer aus Shingle Springs in Kalifornien. Ich traf ihn auf der Hacienda Buena Suerte in Andalusien. Dort gab er Kurse in der altkalifornischen Reitweise und der Arbeit mit Rindern. Das Interview erschien in der griechischen GEO Ausgabe 7/21.

Ein Auszug:

Wofür sind Sie dankbar?

Für mein Leben mit den Pferden und für die Liebe meines Lebens, Renee. Vor allem für sie. Wir haben uns erst vor einigen Jahren kennen gelernt.

Was erfüllt Sie mit Hoffnung?

Das nächste bevorstehende Abenteuer. Ich möchte gerne nach Brasilien und Australien reisen.

Was bezeichnen Sie als Heimat?

Nevada, wo ich geboren wurde, Kalifornien und Andalusien. Andalusien erinnert mich sehr an Kalifornien.

Halten Sie sich für einen guten Freund?

Ja, ich bin ein Freund für immer. Ich habe nicht viele, aber gute und bin loyal wie ein Hund.

Was war das größte Glück Ihrer Kindheit?

Seit ich sieben war, bin ich „Reined Cow Horse Competitions“ geritten; Westernreitturniere mit vielen Showelementen wie den typischen Drehungen und „sliding stops“. In der Show geht es um die Arbeit am Rind und man muss zeigen, dass man vom Pferd aus die Kuh unter Kontrolle hat.

Was fehlt Ihnen zum Glück?

Ein Kind. Dafür ist es jetzt zu spät, aber Renee hat einen 41-jährigen Sohn und wir sind gute Freunde geworden.

Wovon haben Sie sich befreit?

Von Tabak. Vor einigen Jahren, als ich krank wurde, habe ich die Zigaretten in die Ecke geschmissen und nie wieder angerührt.
Und, seitdem ich Renee kenne, auch von Frauen. Auf beruflichen Reisen oder in Saloons in den USA oder Mexiko habe ich immer mal Frauen kennengelernt, ich war ja ein freier Mann.

Haben Sie Angst vor dem Tod?

Nein. Ich freue mich nicht darauf, aber habe auch keine Angst.