Dirk Kunde

Technologie-Journalist, Hamburg

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Wie China die Entwicklungen auf dem E-Automarkt vorantreibt

Bequemer im Stau stehen mit dem Sunflower von Hongqi

Vom Hotel im Nordosten Pekings sind es nur 16 km bis zum Himmelstempel südlich vom Zentrum. Dennoch benötigt der Didi-Fahrer für Hin- und Rückfahrt wegen des dichten Verkehrs heute jeweils eine Stunde. Die europäischen Ansprüche an ein E-Auto treten schnell in den Hintergrund, wenn man sich Stoßstange an Stoßstange durch Stop-and-Go-Verkehr quält. In China geht es um Komfort, Komfort, Komfort und vielleicht tauchen am Ende der Wunschliste noch Größe und Konnektivität auf.

Bequemer im Stau stehen, so lässt sich der Anspruch vieler chinesischer Kunden treffend beschreiben. Der Fahrdienst Didi (chinesisches Uber) bietet hierfür die Rubrik "Premier". Dabei hat man viel Beinfreiheit auf der Rückbank, in meinem Fall in einem Modell von Hongqi. Schnell versteht man auch, warum deutsche Autohersteller Langversionen ihrer Modelle in China anbieten. Auf der diesjährigen Messe "Auto China" präsentiert Audi den Q6 e-tron L. Hier ist der Abstand zwischen den Radnaben 105 Millimeter größer. Der zusätzliche Platz kommt vor allem den Insassen im Fond zugute.

Wer auf der chinesischen Automesse von den einheimischen Herstellern kleine, günstige E-Autos erwartet hat, wird beim Messerundgang enttäuscht. Die heimischen Marken präsentieren in erster Linie geräumige und luxuriöse Fahrzeuge. Hongqi, ein Tochterunternehmen des Staatskonzerns FAW, zeigt mit dem EH7 ein elektrisches Cabriolet sowie die 5,30 Meter lange Luxuslimousine Golden Sunflower. Im rollenden Wohnzimmer kann einem das Hupen der anderen Verkehrsteilnehmer egal sein.

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