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Nachhilfe: Förderung bei Lese- und Schreibschwäche

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Eine Lese- und Schreibschwäche muss nicht automatisch eine schlechte Schullaufbahn bedeuten.

WIEN. „Als klassische Legastheniker werden oft Albert Einstein oder Winston Churchill genannt, und es ist ja nicht so, als wären die im Leben gescheitert", meint Nikola Truxa. Sie leitet seit mehr als 15 Jahren das LOS (Lehrinstitut für Orthographie und Sprachkompetenz) in der Favoritner Keplergasse 14 und unterstützt Kinder und Jugendliche mit Deutschdefiziten dabei, diese abzubauen und altersgemäß dem Unterricht folgen zu können.

Mit eigens für Legastheniker entwickelten Strategien kann man die Schwäche so weit in den Griff bekommen, dass sie betroffenen Kindern überhaupt nicht mehr im Weg steht. Schon in der ersten Klasse kann man nach einem halben Jahr erkennen, ob ein Kind Probleme hat.

Rechtzeitig fördern

„Erste Anzeichen sind Langsamkeit beim Lernen, Unlust zu lesen, das Verwechseln von Buchstaben oder Rechtschreibfehler, obwohl man geübt hat", erklärt Truxa. Dann sollte man aufmerksam werden. Auch mangelnde Konzentration und schnelle Ermüdung seien Hinweise. Wenn man aber früh zu fördern beginnt, können diese Defizite sehr schnell ausgeglichen werden. Am LOS-Institut werden Kinder ab der ersten Klasse bis hin zur Matura betreut, durchschnittlich dauert die Förderung zwei Jahre. „Man muss die Arbeit und Kraft zum Üben aufwenden, aber wenn man das mit Motivation tut, kann man so viel mehr als nur lesen und schreiben. Man bekommt Selbstbewusstsein zurück und lernt, dass man etwas erreichen kann, wenn man sich anstrengt", sagt Truxa. Auch für sie selbst sei es eine Bereicherung, wenn sie Kinder mit Defiziten begleite, die dann in ihre Wunschschule eintreten und diese auch meistern würden. Überdies ist Truxa davon überzeugt, dass Lesen und Schreiben auch heute noch sehr wichtig sind. „Auch wenn ich mir vieles anhören und anschauen kann, ist es unglaublich wertvoll, die eigenen Gedanken zu verschriftlichen. Nur so kann ich mich mitteilen. Dasselbe gilt für das Lesen. Wenn ich nicht lese, kann ich viel weniger wissen und lernen."

bz-Sprechstunde

Für viele Eltern ist es schwierig, einzuschätzen, woran ihr Kind scheitert. Deshalb gibt Nikola Truxa am Montag, 19. November, exklusiv für bz Leser eine telefonische Sprechstunde. Von 16.30 bis 19 Uhr beantwortet sie unter der Nummer 0664/80 666 5160 Fragen zum Thema Lese- und Schreibschwäche. Bei Bedarf kann unter wien10@losdirekt.at ein kostenloser Beratungstermin vereinbart werden.

Zur Sache

LOS Wien hat Standorte am Neubau sowie in Favoriten, Floridsdorf und Liesing. Alle Infos finden Interessierte unter www.los.de/oesterreich/wien

Autor: Dina Brunnbauer aus Josefstadt

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