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Van der Bellen lobt DÖW - und empfiehlt Politikern "historisches Basiswissen"

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen besuchte am Mittwoch gemeinsam mit seiner Frau Doris Schmidauer das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) in Wien. Die Arbeit des DÖW als seriöse wissenschaftliche Institution sei unbestritten, betonte er, und das nicht nur für die historische Aufarbeitung des Nationalsozialismus, sondern auch die Beobachtung im Bereich des Rechtsextremismus heutzutage. Kritik am Institut von rechter Seite ließ er nicht gelten.

Ob er mit seinem Besuch des DÖW auch ein Zeichen der Unterstützung desselben setzen wolle? "Wenn das auch dabei herauskommt, bin ich sehr glücklich", sagte der Bundespräsident vor Journalisten. Er kenne aber niemanden, der das DÖW infrage stelle: "Sowohl in der Gemeinde Wien wie in der Bundesregierung kann ich mir nicht vorstellen - wenn ich es jetzt ganz keck formuliere - dass sich jemand traut, das DÖW in seiner Existenz anzuzweifeln."

"Politiker sollten über historisches Basiswissen verfügen"

Ein Signal an manche Politiker in Österreich, die immer wieder am rechten Rand anstreifen würden, sei dies "wenn Sie so wollen, natürlich" auch. Die Kritik von rechter Seite am DÖW lasse er nicht gelten. Die Ankündigung von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), das DÖW in die Historikerkommission zur Aufarbeitung der FPÖ-Parteigeschichte einzubinden, habe Van der Bellen positiv zur Kenntnis genommen.

Angesprochen wurde der Bundespräsident auch auf den Vergleich von Schriftsteller Michael Köhlmeier bezüglich der Schließung von Fluchtrouten heute mit der Zeit der NS-Verfolgung. Ob er vor allem jüngeren Politikern empfehlen würde, sich in Institutionen wie dem DÖW über die damaligen Ereignisse zu informieren? "Nicht nur Politikern, im Grunde genommen allen", meinte Van der Bellen diplomatisch: "Aber Politiker sollten ja über ein gewisses historisches Basiswissen verfügen, das ist ja offenkundig."

(brun/APA)

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