Siegessäule
Szene machen
Der Checkpoint BLN in Neukölln berät schwule und bisexuelle Männer sowie
trans* und inter* Personen zu sexueller Gesundheit und Substanzkonsum. Die
Einrichtung hat ein breites Angebot, von mehrsprachigen Beratungsstunden über
HIV-/STI-Tests bis hin zu PrEP- und PEP-Behandlungen. Im Oktober organisierte
der Checkpoint zum ersten Mal einen eigenen Testtag für trans*, inter* und
nicht binäre Personen (kurz: TIN). Aufgrund der positiven Resonanz soll der sogenannte TIN-Day ab Januar regelmäßig stattfinden
Der Checkpoint BLN am Neuköllner Hermannplatz ist ein Kooperationsprojekt unter anderem von der Berliner Aids-Hilfe und der Schwulenberatung. Hier können sich queere Menschen umfassend beraten, auf sexuell übertragbare Erkrankungen und Infektionen testen oder beispielsweise mit der PrEP behandeln lassen. Pandemiebedingt kann die Einrichtung ihre Beratungen zurzeit nur online anbieten. Tests und Behandlungen hingegen werden von medizinischem Fachpersonal auch weiterhin vor Ort durchgeführt.
Die Mitarbeiter*innen möchten nun zusätzliche Angebote schaffen: Bereits im Oktober realisierten sie mit dem TIN-Day zum ersten Mal einen Extratag für trans*, inter* und nicht binäre Personen, die sich auf HIV und sonstige STIs (sexually transmitted infections) testen lassen möchten. Denn während Männer, die Sex mit Männern haben, die entsprechenden Anlaufstellen in Berlin oft schon gut kennen und vom Checkpoint BLN erreicht werden, gibt es bei TIN-Personen noch Nachholbedarf, solche eigenen Anlaufstellen zu schaffen und zugänglich zu machen.
Jacques Kohl, der für die psychosoziale Leitung des Checkpoints zuständig ist, freut sich, dass das Angebot so gut aufgenommen wurde: „Es war ein großer Erfolg, weil sehr viele Menschen den Weg zu uns gefunden haben. Deshalb haben wir entschieden, den Testtag ab Januar 2021 einmal im Monat stattfinden zu lassen.“ Die Idee sei aus dem Wissen heraus entstanden, dass gerade trans*, inter* und nicht binäre Menschen im Gesundheitswesen besonders viel Diskriminierung erfahren, erklärt er. Mit dem TIN-Day soll ein Schutzraum für besonders vulnerable Gruppen etabliert werden, die hier einen niedrigschwelligen Zugang zu regelmäßigem Testing bekommen. Das Konzept sei in dieser Form bundesweit bisher einzigartig. „Wir haben an Fortbildungen teilgenommen, um den Tag möglichst diskriminierungsfrei durchführen zu können“, erzählt Kohl.
Ab Januar soll der TIN-Day immer an jedem letzten Samstag des Monats von 14 bis 17 Uhr stattfinden.
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Artikel veröffentlicht in der Ausgabe Januar 2021 der Siegessäule.
Der Checkpoint BLN am Neuköllner Hermannplatz ist ein Kooperationsprojekt unter anderem von der Berliner Aids-Hilfe und der Schwulenberatung. Hier können sich queere Menschen umfassend beraten, auf sexuell übertragbare Erkrankungen und Infektionen testen oder beispielsweise mit der PrEP behandeln lassen. Pandemiebedingt kann die Einrichtung ihre Beratungen zurzeit nur online anbieten. Tests und Behandlungen hingegen werden von medizinischem Fachpersonal auch weiterhin vor Ort durchgeführt.
Die Mitarbeiter*innen möchten nun zusätzliche Angebote schaffen: Bereits im Oktober realisierten sie mit dem TIN-Day zum ersten Mal einen Extratag für trans*, inter* und nicht binäre Personen, die sich auf HIV und sonstige STIs (sexually transmitted infections) testen lassen möchten. Denn während Männer, die Sex mit Männern haben, die entsprechenden Anlaufstellen in Berlin oft schon gut kennen und vom Checkpoint BLN erreicht werden, gibt es bei TIN-Personen noch Nachholbedarf, solche eigenen Anlaufstellen zu schaffen und zugänglich zu machen.
Jacques Kohl, der für die psychosoziale Leitung des Checkpoints zuständig ist, freut sich, dass das Angebot so gut aufgenommen wurde: „Es war ein großer Erfolg, weil sehr viele Menschen den Weg zu uns gefunden haben. Deshalb haben wir entschieden, den Testtag ab Januar 2021 einmal im Monat stattfinden zu lassen.“ Die Idee sei aus dem Wissen heraus entstanden, dass gerade trans*, inter* und nicht binäre Menschen im Gesundheitswesen besonders viel Diskriminierung erfahren, erklärt er. Mit dem TIN-Day soll ein Schutzraum für besonders vulnerable Gruppen etabliert werden, die hier einen niedrigschwelligen Zugang zu regelmäßigem Testing bekommen. Das Konzept sei in dieser Form bundesweit bisher einzigartig. „Wir haben an Fortbildungen teilgenommen, um den Tag möglichst diskriminierungsfrei durchführen zu können“, erzählt Kohl.
Ab Januar soll der TIN-Day immer an jedem letzten Samstag des Monats von 14 bis 17 Uhr stattfinden.
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Artikel veröffentlicht in der Ausgabe Januar 2021 der Siegessäule.
Quelle: Siegessäule