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Ukraine: Frieden, aber nicht um jeden Preis

Nachdem es zuletzt Entspannungssignale zwischen Russland und der gab, treffen sich die Staatsoberhäupter der beiden Länder heute in Paris. Gemeinsam mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron soll ein neuer Anlauf zur Lösung des Krieges im Donbass gestartet werden.

In der ostukrainischen Stadt Slowjansk, wo der Krieg vor mehr als fünf Jahren ausbrach, sind die Erwartungen an das sogenannte Normandie-Treffen besonders hoch. Eine vor kurzem veröffentlichte Umfrage zeigt, dass mehr als die Hälfte der im Osten befragten Bevölkerung endlich Frieden wollen. Allerdings nicht zu jedem Preis.

Besonders eine Maßnahme, die den Weg zum heutigen Treffen geebnet hat, stößt auf Unmut. Der Truppenabzug, der auf beiden Seiten der Frontlinie teilweise eingeleitet wurde, wird vor allem von Nationalisten als Kapitulation vor empfunden. Und viele ukrainische Veteranen und Soldaten fragen sich, wofür sie jahrelang ihr Leben riskiert haben. In einem Stellungskrieg Meter für Meter zurückerobert haben.

So, wie es auch in Slowjansk geschehen ist. Die Stadt wurde im Jahr 2014 zweieinhalb Monate lang von durch Russland unterstützte Separatisten belagert und dann von der ukrainischen Armee befreit.

Misstrauen gegen Putin


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