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Mitmach-Karte für den Klimaschutz

Julian wildner 271475 header

Was gibt es für Car-Sharing-Anbieter in meiner Gegend, wo kann ich klimafreundlich einkaufen? Allzu oft sind zwar zahlreiche Angebote vorhanden, aber nicht auf einen Blick zu finden. Die Abteilung Geoinformatik der Universität Heidelberg hat nun das Projekt „ Klimaschutzkarte Deutschland " gestartet, das Abhilfe schaffen soll. Denn „mehr Informationen ist der erste Schritt zum Handeln", heißt es dazu in einer Pressemitteilung des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderte Projekts. Zur Erstellung der Karte nutzen die Informatiker freie Webtechnologien; alle gezeigten Informationen basieren auf von Nutzern bereitgestellten Daten aus OpenStreetMap.

Vegane Restaurants, E-Ladestation und Reparaturwerkstätten

Insgesamt werden auf der Karte fünf Kategorien abgebildet: Energiewende, Versorgung und Energie, Mobilität und Verkehr, Wohnen und Bauen sowie Ernährung und Konsum unterteilt. Damit das Projekt also möglichst umfassend alle Bereiche abzubilden, die den Klimaschutz betreffen.

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Und so funktioniert's: Über die Suche lässt sich der Ortsname eingeben und über die Kategoriensuche das gewünschte Themenfeld anzeigen, dann in die Karte zoomen und auf das markierte Angebot klicken. Leider ist die Menüführung der Klimaschutzkarte nicht unbedingt intuitiv und auch das Layout wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen. Nichtsdestotrotz lassen sich über die Karte vielleicht noch der ein oder andere Wochenmarkt, Hofladen oder ein vegetarisches Restaurant finden, das man noch nicht kannte. Auch Gebrauchtwarenläden oder Repaircafés lassen sich anzeigen. Im Bereich Mobilität und Verkehr finden sich Carsharing-Angebote und Ladestationen für Elektroautos. Die Kategorie Energie verdeutlicht, wo welche Anlagen für die Erzeugung erneuerbarer Energien vertreten sind.

Alle können beitragen

Open-Data-Projekte leben vom Mitmachen - und diese Karte ist mit Sicherheit bislang alles andere als vollständig. Jede Initiative, aber auch einzelne Bürger können Wissenswertes auf der Karte eintragen. Je mehr Informationen verfügbar sind, desto eher könnte sich ein solches Angebot zu einem grünen Branchenbuch etablieren. Um Beiträge einzutragen muss man sich lediglich kostenfrei bei OpenStreetMap registrieren.

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