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Film-Tipp: Oscar-Gewinner „Nomadland" mit Frances McDormand im Kino

Das Tolle an dem Film ist der Umstand, dass sich das dargestellte Nomadentum von der ersten Sekunde an auf den Zuschauer überträgt. Die Kamera nimmt einen stets mit von einer flüchtigen Begegnung zur nächsten, lässt einen durch die triste Weite Nevadas waten und an den merkwürdig tiefgreifenden Unterhaltungen zwischen Fremden teilhaben. Dadurch steht eine unheimliche Nähe, die einen auch schnell mal emotional zu Boden wirft - insbesondere wenn es um die Ängste, Sorgen und Zweifel geht, die alle Nomaden auf die eine oder andere Weise mit sich herumtragen; und die einem viel näher sind, als man gemeinhin annehmen würde. In Kombination mit der bedrückenden Leere und Endlosigkeit der Landschaft, dem subtilen Score und den in jeder Kameraeinstellung eingefangenen Gefühlen nimmt einen Nomadland mit auf eine ganz merkwürdige, aber ungemein innige Reise.

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