Daniel Hautmann

Freier Journalist (Technik, Energie, Umwelt), Hamburg

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Artikel

Volle Ladung - Elektromobilität

Volle Ladung - Elektromobilität

Jeden Morgen belädt Thomas Effenberger
vor seiner Backstube im Hamburger
Grindelviertel seine fünf Transporter.
Rund 40 Geschäfte, Marktstände und
Kantinen fahren die Lieferwagen in der Hansestadt
täglich an. 10 000 Bio-Brotlaibe backen
Effenberger und seine 20 Mitarbeiter in den
acht Filialen - jede Woche.
Doch nicht nur die Brote des Bäckermeisters
sind öko, auch seine Lieferflotte ist es. Das
kann man sogar hören: Leise surren die fünf
weißen Transporter jeden Morgen vom Hof.
Sie werden elektrisch betrieben. Eine Stromladung
reicht Effenberger für 100 Kilometer, genug,
um all seine Verkaufsstände zu erreichen.
„Und das ohne CO2“, sagt er.
Auf die Idee mit den E-Fahrzeugen kam der
Öko-Unternehmer vor zwei Jahren. Bis dahin
hatte Effenberger Autos eingesetzt, die mit
Pflanzenöl betrieben wurden. Doch die waren
ihm nicht umweltfreundlich genug. Die Herstellung
des Biotreibstoffs, für die andernorts
ganze Rapsfelder hochgezogen werden müssten,
sei für ihn „nicht vertretbar“.
Für seinen Betrieb suchte Effenberger deshalb
ein E-Modell mit viel Laderaum, zwei
Schiebetüren und einer guten Reichweite. Ein
schwieriges Unterfangen, erinnert sich der Unternehmer:
„Es gab nicht viel auf dem Markt.“
Schließlich stieß er auf den Hamburger Fiat-
Händler Karabag. Er baut seit einigen Jahren
Diesel-Lieferwagen vom Typ Ducato in E-Transporter
um - mithilfe elektrischer Drehmotoren,
die normalerweise in Gabelstaplern zum Einsatz
kommen ...