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WhatsApp wird 10: Wie ein Messenger die Welt eroberte

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Köln, am Hansaring, noch ist die Fußgängerampel grün. Zwei alte Damen verabschieden sich im Sonnenlicht. Sie haben sich schick gemacht, Perlenkette, Halstuch und viel Lippenstift. Sie umarmen sich, Küsschen links und rechts, dann lösen sie sich voneinander. "Wir appen!", flötet die ältere Frau in schönstem Kölsch. Winkend schlendert sie über die rote Ampel.


Nicht nur die beiden alten Damen whatsappen, sondern gefühlt alle. WhatsApp ist Mainstream und Ersatz für Telefonate, E-Mails oder gar persönliche Gespräche geworden. WhatsApp ist auch ein Anrufbeantworter, den man mit "Sprachis" vollquatschen kann. Je nach Statistik sollen in Deutschland zwischen 40 bis 60 Millionen Menschen den Messenger regelmäßig nutzen. Weltweit sind es 1,5 Milliarden Menschen, die 65 Milliarden Nachrichten verschicken - pro Tag.


WhatsApp ist eben eine praktische Sache: Ohne die Gruppenchats hätten es etwa Sportvereine, Freunde und Lerngruppen echt schwer. Für viele ist es ganz normal, via WhatsApp Hochzeiten zu organisieren, spontane WG-Partys zu füllen oder Umzüge zu planen. (Wer trägt die Waschmaschine in den fünften Stock? "Daniel hat die Gruppe verlassen.")

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