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Weniger Bühne für mehr Geld: Hamborner Herbst droht das Aus

Nur am Sonntag hatte der Hamborner Herbst in Duisburg Pech, die drei Tage zuvor war das Stadtfest gut besucht. Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg-Hamborn. Den Hamborner Herbst gibt es seit Jahrzehnten. Doch jetzt könnte dem beliebten Stadtfest das Aus drohen. Warum die Kosten für das Fest steigen:

Der Sonntag als letzter Tag des „Hamborner Herbstes" steht ganz im Zeichen der Duisburger Vereine: Tanzgruppen und Karnevalsvereine, insgesamt zehn Gruppen präsentieren sich auf der Bühne zwischen den Kirmesständen. „Wir sind ein Bürgerfest, wir wollen den Leuten eine Bühne bieten", erklärt Feller. So könne sich jeder melden, der etwas aufführen will. Der Werbering kümmert sich um die Bühnentechnik.

Das Stadtfest bietet jeden Tag ein anderes Programm

In diesem Jahr fand das Stadtfest wegen des Feiertags vier anstelle der üblichen drei Tage statt. Jeder Tag stand unter einem anderen Motto. Am Donnerstag hat es eine reine Familien-Kinder-Kirmes gegeben, berichtet Feller, ohne Bühnenprogramm. Am Freitag fand die große Schlagerparty statt. Am Samstag gab es einen Frischemarkt mit ausgewählten Händlern. „Die Stände werden dekoriert, es herrscht dann richtig mediterranes Flair hier in Hamborn", meint Feller. An einem Stand wurde sogar Fisch geräuchert.

Der „Hamborner Herbst" ist dabei keine gewöhnliche Kirmes, sondern spricht gezielt Kinder und Familien an. „Wir möchten gar keine Rummelkirmes sein", sagt Feller. Von den Besuchern bekomme er positive Rückmeldungen, berichtet der Werbering-Vorsitzende. „Die Leute sind froh, dass hier zweimal im Jahr etwas stattfindet."

Stadt vermietet auf einmal weniger - für genauso viel Geld

Den „Hamborner Herbst" gibt es, solange Andreas Feller denken kann. Ob das Stadtfest aber im nächsten Jahr wieder stattfinden kann, ist ungewiss. Der Hamborner fühlt sich von der Stadt alleine gelassen. Bisher habe man die Bühne über eine Ausleihstelle der Stadt gemietet, inklusive Beleuchtung und Technik. In diesem Jahr habe der Werbering von dort ein Angebot für den gleichen Preis erhalten - dieses Mal allerdings ohne Beleuchtung und Technik. Die hätte der Verein zusätzlich organisieren und bezahlen müssen. Dieser finanzielle Aufwand sei für die Ehrenamtlichen nicht zu stemmen. Die Bühne in diesem Jahr hat der Werbering über einen Sponsor finanziert. Wie es im nächsten Jahr weitergeht, ist aber unklar. Für die vielen Ehrenamtlichen gebe es immer mehr Auflagen und Hürden, so Feller. Würden die Feste des Werberings ausfallen, gebe es gar kein Stadtfest mehr in Hamborn. „Ich bin immer noch guter Dinge, dass die Stadt erkennt, dass dann gar nichts mehr stattfindet", sagt er.

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