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Reportage

Der Giftspinnenmelker

Das Gebäude hat die Form eines überdimensionalen Alligators. Sein aufgerissenes Maul verschlingt Kane Christensen jeden Morgen, seit siebzehn Jahren.

Im Inneren ist es kühl, die Luft feucht, Grillen zirpen. Der Raum ist durch einen Vorhang abgetrennt. Christensen zieht ihn zur Seite: 350 Körper, dick und schwarz, hocken in Plastikdosen. Sie sind in einem Eckregal gereiht, pressen ihre haarigen Beine gegen die Wand oder verkriechen sich in röhrenförmigen Netzen. Es sind Sydney-Trichternetzspinnen, Atrax robustus oder: die giftigste Spinne der Welt.