Birk Grüling

Bildungsjournalist, schreibender Papa, Spielplatzheld, Buchholz

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Superman lässt grüßen

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Nachwachsende Hirne und Sprünge auf Wolkenkratzer: Die Tierwelt steckt voller Superkräfte.

Katapult-Flöhe

Flöhe können trotz ihres schweren Panzers hoch und weit springen: Aus dem Stand schaffen sie bis zu 60 Zentimeter. Würde man diese Leistung auf Menschen übertragen, könnten wir auf Hochhäuser hüpfen. Aus dem Stand. Möglich machen das bei den Flöhen ihre Sprungbeine. Sie sind so lang wie ihr ganzer Körper und ihre Bewegung ist eine der schnellsten im gesamten Tierreich. Einziges Problem: Flöhe können ihre Flugbahn nicht beeinflussen und kaum etwas sehen. Deshalb überlegen sie sich ganz genau, wann sie ihre Superkraft einsetzen.

Gewitter-Krebse

Knallkrebse können mit ihren Scheren einen ohrenbetäubenden Knall erzeugen. Der ist fast doppelt so laut wie ein Düsenjet und kann sogar die Ortung von U-Booten durcheinanderbringen. Das ist aber nicht alles: Bei dem Donner ist auch noch Blitz im Spiel. Die Krebse stoßen mit ihrer Knallschere einen sehr heißen Wasserstrahl samt Lichtblitz aus. Unterwasser-Gewitter!

Karneval-Krake

Kraken wechseln bis zu 1000 Mal am Tag die Farbe. Nicht aus modischen Gründen, sondern um ihre Feinde zu verwirren. Der König der Verwandlung ist der Mimikoktopus. Er lebt auf dem sandigen Meeresboden. Weil es dort kaum gute Verstecke gibt, wäre er ohne gute Tarnung leichte Beute. Deshalb verkleidet er sich als ein viel gefährlicheres Tier. Etwa als schwarz-weiße Seeschlange oder rot-weiß gestreiften Feuerfisch. Er nimmt nicht nur ihre Farbe an, sondern macht auch die Bewegungen nach. Besonders clever: Seine Verkleidung wählt er passend zur Gefahr. Schwimmt ein Riffbarsch vorbei, schlängelt er sich wie eine Seeschlange. Vor denen hat der Raubfisch nämlich große Angst.

Navi-Tauben

Brieftauben sind schneller als Pferde und können ungehindert Grenzen überqueren. Noch wichtiger: Die Tiere finden immer den Weg zurück nach Hause. Heute nutzt man diese Superkraft nur noch für Wettkämpfe: Die Tauben werden irgendwo ausgesetzt und müssen schnellstmöglich nach Hause finden. Die weiteste Strecke soll dabei 1800 Kilometer lang gewesen sein. Wie das genau funktioniert, darüber rätseln die Forscher noch. Wahrscheinlich haben die Tauben eine Art Navigationssystem im Schnabel, das sich am Magnetfeld der Erde orientiert.

Spicker-Spinnen

Springspinnen haben den Durchblick. Sie haben ja auch acht Augen. Zwei große blicken nach vorne und können sehr gut sehen. Die sechs anderen sorgen für einen Rundumblick. Praktisch wäre für uns Menschen so was bei einer Klassenarbeit: Dann könnten wir von beiden Sitznachbarn gleichzeitig abschreiben.

Selbstheil-Lurche

Beim Skaten den Arm gebrochen? Egal, wächst nach. Unverwundbar zu sein, wäre eine super Superkraft. Axolotl besitzen sie. Wenn die Lurche ein Bein oder ein Stück Schwanz verlieren, wächst es nach. Nicht mal eine Narbe bleibt zurück. Sogar ganze Organe wie das Herz oder Teile des Gehirns heilen wieder.

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