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„Ich habe mich bewusst alleingelassen gefühlt"

Fotos: unsplash/Francesco Ungaro, Vanda Lay/Photocase Bearbeitung: jetzt

Immer mehr Ärzt*innen, die zuvor Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen haben, geben ihre Praxen auf, weil sie beispielsweise in Rente gehen. Gleichzeitig kommen kaum jüngere nach, die die Versorgung aufrechterhalten könnten. Das liegt zum einen daran, dass Schwangerschaftsabbrüche oft kein Teil der medizinischen Ausbildung sind und zum anderen daran, dass Ärzt*innen, die Abtreibungen vornehmen, immer häufiger von Abtreibungsgegnern - sogenannten „Lebensschützern" - unter Druck gesetzt oder sogar bedroht werden. Die wenigen, die noch praktizieren, brechen nicht selten Schwangerschaften im Akkord ab. Auch der Arzt, bei dem Marie war, ist eigentlich bereits in Rente. Er operiert jedoch weiter, weil er mittlerweile in ganz Niederbayern der einzige ist, der noch ungewollt Schwangeren hilft.


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