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„Für mich war es wichtig, dass ich das mit meinem Körper machen darf"

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Foto: dpa/Rolf Vennenbernd Bearbeitung: jetzt

Kira hat ihren Kampf in einer Excel-Tabelle festgehalten: Insgesamt 25 Zeilen, jede steht für einen Arzt oder eine Ärztin, die Kira nicht behandeln wollten. Sie möchte sich sterilisieren lassen. In der dritten Spalte der Tabelle, in die Kira die Begründungen für die Absagen einträgt, steht am häufigsten: „Nicht unter 30, nicht ohne Kinder“. 


Kira ist 25 und hat keine Kinder. Dass sie auch keine will und sich sterilisieren lassen möchte, weiß sie, seit sie sich mit 16 Jahren das erste Mal beim Frauenarzt die Pille verschreiben ließ. Im Dezember vergangenen Jahres begann sie, Ärzte und Ärztinnen in Berlin abzutelefonieren, Mails zu schreiben und in Sprechstunden zu gehen, um sich endlich sterilisieren zu lassen. Die Praxen, die sie anfragte, führen die Operationen grundsätzlich durch, nur eben nicht bei Kira. 

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