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Der vergessene Jade-Konflikt in Myanmar

Immer wieder rutschen Schuttberge in Minen ab, in denen oft zeitgleich zehntausende Wanderarbeiter nach wertvollen Jadebrocken aus dem industriellen Abbau suchen. Massive Erdrutsche mit derart vielen Todesopfern sind zum Glück eher selten, und so rückt das Thema nicht oft in den internationalen Fokus. Die tödlichen Lawinen sind immer nur so etwas wie die Spitze des Jadebergs.

Verstrickt in den Jade-Abbau sind Drogenbarone und Warlords, protegiert vom burmesischen Militär, den Tatmadaw. Die Tatmadaw kämpfen im Norden Myanmars mit der Ethnie der Kachin um die Minen, um ihren korrupten Generälen Anteile am Geschäft mit den Schmucksteinen zu sichern, die vor allem nach China verkauft werden. Hunderttausende Kachin sind geflohen, der Konflikt wurde schon als "Slow Genocide" bezeichnet, als schleichender Genozid.


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