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Raub der Proserpina

Raub der Proserpina
Raub der Proserpina - Griechische Sage
Raub der Proserpina - Römische Sage
Proserpina war die Tochter des Jupiter und der Ceres. Die Mutter liebte das schöne Mädchen so sehr, dass sie es weit weg auf der Insel Sizilien verbarg, damit Proserpina nicht von einem Mann weggeführt werden konnte.
Tatsächlich führte das Mädchen dort ein ruhiges Leben ohne Bewachung und Wachposten. Mit den Nymphen lief sie durch die ausgedehnten Wälder, durstig trank sie das Wasser aus klaren Quellen und sie spielte ausgelassen auf den großen Feldern.
Einmal sammelte sie auf einem Feld bunte Blumen, um sich den Kopf damit zu schmücken. Fröhlich sang sie dazu ein Lied, ohne zu wissen, dass sie sich in höchster Gefahr befand.
Plötzlich nämlich öffnete sich die Erde. Vier Pferde sprangen in schnellem Lauf heraus und zogen einen Wagen, auf dem Pluto, der König der Unterwelt, stand. Dieser ergriff sofort die erschrockene Proserpina und versuchte sie mit sich wegzuführen.
Die Nymphe Cyane jedoch, die an einer nahen Quelle lebte, bemerkte die Entführung. Tapfer trat sie den Pferden des Pluto entgegen und rief mit lauter Stimme:
»Mach halt, mach halt! Wenn du auch ein mächtiger König bist, so ist es dir gewiss nicht erlaubt, ein Mädchen zu rauben. Ich verstehe nicht, warum du ein solches Verbrechen begehst.

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