❢ 12 Rauhnächte - Orakel, Sitten & Gebräuche in der Zeit zwischen den Jahren [2]

Von regional unterschiedlichen Sagen, Sitten und Bräuchen sind die 12 Tage und Nächte vom 25. Dezember bis 6. Januar geprägt. Böse Geister werden verjagt, gute Geister werden beschworen.
Orakel,
die die Zukunft voraussagen sollen, werden besonders gern an Silvester
befragt – bis zum heutigen Tage. Wer sich nicht für abergläubisch hält,
macht in den Rauhnächten gern eine Ausnahme.
Bestimmte Kräuter wurden in den Tagen zwischen den Jahren großzügig verräuchert. Der Name Rauhnacht kommt wahrscheinlich vom Weihrauch. Damit hoffte man, das Böse, Unangenehme, Kranke des letzten Jahres zu beseitigen. Diese Tätigkeit kann mit Säubern oder Desinfizieren bezeichnet werden. Nach der Christianisierung konnte diese Zeit des Umbruchs nicht aus den Köpfen und Gemütern ausgerottet werden – also wurde sie umgewidmet. Am Anfang der Rauhnächte steht Weihnachten mit der Geburt Christi, am Ende die Heiligen Drei Könige. Die Bräuche, Wünsche, Vorahnungen in der Zeit zwischen den Jahren sind in vielen Gegenden erhalten geblieben.
Warum muss die Familie in den 12 Rauhnächten eng zusammen bleiben?
Nach
Einbruch der Dunkelheit sollte möglichst niemand mehr aus dem sicheren
Haus gehen, denn an Silvester öffnet sich das Geisterreich – vorher und
hinterher gibt es vereinzelte Ausreißer. Verstorbene, die keine Ruhe
fanden...
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